AGB Schauinslandreisen

Reise- und Geschäftsbedingungen


Lieber Feriengast,
die folgenden Reisebedingungen sowie vorstehende Buchungs- und Reiseinformationen/Wichtige Hinweise sind Grundlagen des Reisevertrages. Diese Bedingungen gelten für Pauschalreisen sowie Nur-Hotel- und Mietwagenbuchungen. Bei Buchung von "Nur-Flug" (Linien- und Charterflug) gelten die nachfolgenden Reise- und Geschäftsbedingungen entsprechend, die Regelungen in den Ziffern 2 a), 7 d), 12, 14 a) bis 14 e), 15 a) bis 15 d) gelten nicht.

1. Der Abschluss des Reisevertrages
a) Mit der Anmeldung der Reise bietet der Kunde dem Veranstalter den Abschluss eines Reisevertrages verbindlich an. Der Reisevertrag wird für den Veranstalter verbindlich, wenn dieser dem Kunden die Buchung und den Preis der Reise schriftlich bestätigt. Bei oder unverzüglich nach Vertragsabschluss wird der Veranstalter dem Kunden die Reisebestätigung aushändigen.
b) Die Anmeldung erfolgt durch den Anmelder auch für alle anderen in der Anmeldung mit aufgeführten Teilnehmer, für deren Vertragsverpflichtung der Anmelder wie für seine eigenen Verpflichtungen einzustehen hat, sofern er durch ausdrückliche und gesonderte Erklärung eine entsprechende gesonderte Verpflichtung übernommen hat.
c) Weicht die Reisebestätigung von der Anmeldung des Kunden ab, so liegt in der Reisebestätigung ein neuer Vertragsantrag, an den der Veranstalter 10 Tage gebunden ist. Der Reisevertrag kommt dann zustande, wenn der Kunde innerhalb dieser Bindungsfrist dem Veranstalter gegenüber die Annahme erklärt.
d) Sind Preisermäßigungen an das Lebensalter gebunden - z. B. Kinderermäßigung/ Kostenfreiheit von Kleinkindern - ist das Alter des Kindes bei Reiserückkehr maßgebend. Dieses Alter ist vom Reiseanmelder bei der Buchung anzugeben.

2. Zahlungsmodalitäten und Aushändigung der Reiseunterlagen
a) Der Veranstalter kann Zahlungen oder Anzahlungen auf den Reisepreis - insbesonderenach Ziff. 2. a)-e) - nur dann verlangen, wenn dem Kunden zuvor ein Sicherungsschein gemäß § 651 k BGB ausgehändigt worden ist. Der Veranstalter hat zur Sicherung der Kundengelder eine Insolvenzsicherung bei der Tour Vers/HanseMerkur Reiseversicherung AG abgeschlossen.
b) Nach Vertragsschluss ist sofort eine Anzahlung von 20% des Reisepreises zzgl. der Kosten für abgeschlossene Versicherungen fällig. Die Restzahlung wird vier Wochen vor Reiseantritt fällig.
c) Bei Vertragsschluss ab fünf Wochen vor Reiseantritt sind Anzahlung und Restzahlung in einer Summe fällig, frühestens jedoch vier Wochen vor Abreise.
d) Bei Buchung und Zahlung bis sieben Tage vor Reiseantritt kann die Zahlung in bar, per Überweisung, per Lastschrift oder per Kreditkarte erfolgen. Bei Zahlung per Lastschrift oder per Kreditkarte erfolgt die Belastung des Kontos automatisch zu den jeweiligen Fälligkeitsterminen.
e) Bei Buchung und Zahlung von weniger als sieben Tage vor Abreise kann die Zahlung nur am Flughafenschalter in bar, oder falls auf der Rechnung ausgewiesen per EC-Cash (mit Geheimzahl) oder Kreditkarte erfolgen. Bei Zahlung per EC-Cash oder Kreditkarte ist das Tageslimit der Bank zu beachten. Die Reiseunterlagen werden nach vollständigem Zahlungseingang am Flughafenschalter ausgegeben.
f) Die Reiseunterlagen werden nach vollständigem Zahlungseingang per Post an die bei Buchung angegebene Anschrift versandt. Kann keine Zustellung per Post erfolgen, werden die Reiseunterlagen nach Absprache am Flughafenschalter ausgegeben. Wird entgegen der Bestimmung in e) innerhalb von 7 Tagen vor Abreise eine Überweisung veranlasst, hat diese Zahlung keine schuldbefreiende Wirkung. Die Reiseunterlagen liegen auch in diesem Fall gegen Bezahlung am Flughafenschalter bereit. Eventuelle Überzahlungen werden nach Zahlungseingang zurückerstattet.
g) Erhält der Kunde direkt von dem Veranstalter eine Rechnung und Bestätigung, sind Zahlungen mit
schuldbefreiender Wirkung ausschließlich an den Veranstalter und nicht an das vermittelnde Reisebüro zu leisten.

3. - entfällt -

4. Preisanpassung
a) In Übereinstimmung mit § 4 Absatz 2 der BGB-InfoV behält sich der Veranstalter die Änderung der in seinen Katalogen und sonstigen Ausschreibungen angegebenen Preise vor Vertragsschluss vor, insbesondere wenn sich nach Veröffentlichung des Kataloges oder der sonstigen Ausschreibung die Preise von Leistungsträgern für Beförderungskosten, die Abgaben für bestimmte Leistungen, wie Hafen- oder Flughafengebühren, oder die für die betreffende Reise geltenden Wechselkurse ändern oder wenn die vom Kunden gewünschte und im Prospekt ausgeschriebene Pauschalreise nur durch den Einkauf zusätzlicher Kontingente verfügbar ist.
b) Der Veranstalter behält sich vor, den vereinbarten Reisepreis im Falle der Erhöhung der Beförderungskosten oder der Abgaben für bestimmte Leistungen wie Hafen- oder Flughafengebühren wie folgt zu ändern:
- Sofern sich die bei Vertragsabschluss bestehenden Beförderungskosten, insbesondere die Treibstoffkosten erhöhen, so ist der Veranstalter berechtigt den Reisepreis unter Anwendung nachfolgender Berechnungen zu erhöhen:
- Soweit sich die Erhöhung der Beförderungskosten auf den Sitzplatz bezieht, kann der Veranstalter von dem Kunden den Erhöhungsbetrag verlangen.
- Werden von dem Beförderungsunternehmen erhöhte Preise pro Beförderungsmittel gefordert, werden die zusätzlichen Beförderungskosten durch die Zahl der Sitzplätze des vereinbarten Beförderungsmittels geteilt. Die sich daraus pro Einzelplatz ergebende Erhöhung kann von dem Kunden verlangt werden.
- Bei Erhöhung der bei Vertragsabschluss bestehenden Abgaben wie Hafen- oder Flughafengebühren, kann der Veranstalter den Reisepreis um den entsprechenden Betrag pro Kunde heraufsetzen.
- Grundsätzlich ist eine Erhöhung nach Vertragsabschluss nur zulässig, sofern zwischen Vertragsschluss und dem vereinbarten Reisetermin mehr als vier Monate liegen und die zur Erhöhung führenden Umstände vor Vertragsschluss noch nicht eingetreten und bei Vertragsschluss für den Veranstalter nicht vorhersehbar waren.
- Bei einer Anpassung des Reisepreises nach Vertragsschluss hat der Veranstalter den Reisenden unverzüglich zu informieren. Preiserhöhungen können nur bis zum 21. Tag vor dem vereinbarten Abreisetermin verlangt werden. Im Falle von Preiserhöhungen nach Vertragsabschluss um mehr als 5 % des Gesamtpreises kann der Kunde kostenlos zurücktreten oder statt dessen die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen Reise verlangen, wenn der Veranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Kunden aus seinem Angebot anzubieten.
- Der Kunde hat unverzüglich nach der entsprechenden Erklärung des Veranstalters die Rechte nach dem vorhergehenden Absatz gegenüber diesem geltend zu machen.

5. Leistungsänderungen
Änderungen oder Abweichungen einzelner Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, die nach Vertragsabschluss notwendig werden und die von dem Veranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen oder Abweichungen nicht erheblich sind, den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen und für den Kunden nicht unzumutbar sind. Soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind, bleiben eventuelle Gewährleistungsansprüche unberührt. Der Veranstalter ist verpflichtet, den Kunden unverzüglich über Leistungsänderungen oder -abweichungen in Kenntnis zu setzen. Bei erheblichen Änderungen oder Abweichungen einzelner Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages wird der Veranstalter dem Kunden nach seiner Wahl kostenlose Umbuchungen oder einen kostenlosen Rücktritt vom Vertrag anbieten.

6. Rücktritt des Kunden
a) Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn vom Reisevertrag zurücktreten. Es wird ihm empfohlen, den Rücktritt schriftlich zu erklären. Maßgeblich ist der Eingang der Rücktrittserklärung bei dem Veranstalter. Tritt der Kunde vom Reisevertrag zurück, kann der Veranstalter unter Berücksichtigung seiner gewöhnlich ersparten Aufwendungen und die gewöhnlich mögliche anderweitige Verwendung der Reiseleistungen eine pauschalierte Stornokostenentschädigung wie folgt verlangen:
Ab dem 01.11.2011 (ad bis af)
ad) Pauschalreise inklusive Charterflug/Nur-Flug (Charter), Nur-Hotel und Mietwagenbuchungen
- bis zum 30. Tag vor Reisebeginn 25 % des Reisepreises,
- vom 29.-22. Tag vor Reisebeginn 30 % des Reisepreises,
- vom 21.-15. Tag vor Reisebeginn 35 % des Reisepreises,
- vom 14.-7. Tag vor Reisebeginn 50 % des Reisepreises,
- vom 6.-1. Tag vor Reisebeginn 75 % des Reisepreises,
- ab dem Tag des Reisebeginns oder bei Nichtantritt der Reise 90 % des Reisepreises.
ae) Pauschalreise inklusive Linienflug
- bis zum 22. Tag vor Reisebeginn 35 % des Reisepreises,
- bis zum 21.-15. Tag vor Reisebeginn 40 % des Reisepreises,
- vom 14.-7. Tag vor Reisebeginn 50 % des Reisepreises,
- vom 6.-1.Tag vor Reisebeginn 75 % des Reisepreises,
- ab dem Tag des Reisebeginns oder bei Nichtantritt der Reise 90 % des Reisepreises.
af) NUR-Flug (Linienflug)
am Tag der Buchung kostenlos (Tagesoption), ansonsten 90% des Flugpreises. Fallen der Tag der Buchung und der Tag des Abfluges zusammen, beträgt die Stornokostenentschädigung 90% des Flugpreises.
b) Macht der Veranstalter eine pauschalierte Entschädigung gemäß Ziffer 6. a) geltend, ist der Kunde gleichwohl berechtigt, dem Veranstalter die Entstehung eines geringeren oder gar keinen Schadens nachzuweisen.
c) Der Veranstalter behält sich vor, anstelle der vorstehenden Pauschalen eine höhere, konkrete Entschädigung zu fordern, soweit er nachweist, dass ihm wesentlich höhere Aufwendungen als die jeweils anwendbare Pauschale entstanden sind. In diesem Fall ist der Veranstalter verpflichtet, die geforderte Entschädigung unter Berücksichtigung der ersparten Aufwendungen und einer etwaigen, anderweitigen Verwendung der Reiseleistungen konkret zu beziffern und zu belegen.

7. Änderungen auf Verlangen des Kunden/Umbuchungen/ Ersetzungsbefugnis
a) Verlangt der Kunde nach Abschluss des Reisevertrages eine Umbuchung, so ist diese bis 14 Tage vor dem Abreisetermin möglich, sofern damit nicht eine Verschiebung der Reise um mehr als 4 Wochen von dem ursprünglichen Abreisetermin an gerechnet verbunden ist. Voraussetzung ist, dass die gewünschte geänderte Leistung nach dem Programm des Veranstalters überhaupt möglich ist. Umbuchungen sind Änderungen des Reisetages, des Fluges, des Reiseziels, der Unterkunft und der Verpflegungsleistung.
b) Für Umbuchungen im Sinne von 7. a) wird neben dem geänderten Reisepreis sowie etwaigen durch die Änderung für den Veranstalter nachweisbaren Zusatzkosten eine einmalige Bearbeitungsgebühr von 20,00 Euro pro Person - bei "Pauschalreise inklusive Linienflug" sowie "Nur-Flug (Linienflug)" vor Ticketausstellung von 75,00 Euro pro Person - fällig. In den Fällen "Pauschalreise inklusive Linienflug" sowie "Nur-Flug (Linienflug)" wird eine Umbuchung nach Ticketausstellung wie eine Stornierung mit Neubuchung gehandhabt.
c) Umbuchungen, die eine Verschiebung der Reise von mehr als 4 Wochen zur Folge haben oder die innerhalb von 13 Tagen vor dem ursprünglichen Abreisetermin erfolgen, stellen einen Rücktritt des Kunden im Sinne von Ziffer 6. dar, verbunden mit dem Abschluss eines neuen Reisevertrages. Die Folgen des Rücktritts richten sich nach Ziffer 6. dieser Bedingungen.
d) Der Kunde kann nach Maßgabe von § 651 b BGB bis zum Reiseantritt verlangen, dass statt seiner ein Dritter in die Rechte und Pflichten aus dem Reisevertrag eintritt. Ziffer 7. b) gilt entsprechend. Für den Reisepreis und die durch den Wechsel in der Person des Reiseteilnehmers entstehenden Mehrkosten haften ursprünglicher und neuer Reiseteilnehmer gemäß § 651 b BGB als Gesamtschuldner.

8. Rücktritt und Kündigung durch den Veranstalter
a) Der Veranstalter kann den Reisevertrag aus wichtigem Grund fristlos kündigen. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Abmahnung erheblich weiter stört, so dass eine weitere Teilnahme für den Veranstalter oder die Reiseteilnehmer nicht mehr zumutbar ist. Dies gilt auch dann, wenn der Kunde sich nicht an sachlich begründete Hinweise hält. Eine Abmahnung im Sinne von Ziffer 8. a) Satz 2 ist für den Veranstalter entbehrlich, wenn der Kunde in besonders grober Weise die Reise stört. Das ist insbesondere bei Begehung von Straftaten durch den Kunden gegen Leib und Leben, die sexuelle Selbstbestimmung sowie das Vermögen der Mitarbeiter des Veranstalters, von Leistungsträgern oder ihren Mitarbeitern sowie von anderen Reisegästen der Fall. Dem Veranstalter steht in diesem Fall der Reisepreis weiter zu, soweit sich nicht ersparte Aufwendungen und Vorteile aus einer anderweitigen Verwertung der Reiseleistung(en) ergeben. Schadenersatzansprüche im Übrigen bleiben unberührt.
b) Leistet der Kunde den Reisepreis ganz oder teilweise trotz angemessener Nachfristsetzung nicht, kann der Veranstalter von dem Reisevertrag zurücktreten und daneben eine Entschädigung in entsprechender Anwendung der Ziff. 6. dieser Bedingungen verlangen.

9. Flugreisen
a) Es gelten im Allgemeinen die mit den Reisepapieren ausgegebenen Flugpläne. Änderungen der Flugzeiten oder der Streckenführung, auch kurzfristig, sind zulässig, soweit sie für den Kunden zumutbar im Sinne von Ziffer 5. Satz 1 sind. Gleiches gilt für den Austausch des vorgesehenen Fluggerätes und den Einsatz eines weiteren Luftfrachtführers. Der Veranstalter wird den Kunden unmittelbar nach Kenntnis von solchen Umständen gemäß Ziff. 10 informieren. Am Zielort geschieht dies durch Aushang an den Informationstafeln oder Abdruck in den Informationsmappen, die sich in der jeweiligen Ferienanlage befinden oder durch die Reiseleiter direkt. Unabhängig davon obliegt es dem Kunden, sich wegen der Rückflug- bzw. Transferzeiten 24 Stunden vor dem vorgesehenen Abflugtermin über die örtliche Vertretung telefonisch oder mit Hilfe der Infotafeln oder -mappen zu informieren.
b) Direktflüge sind nicht immer "Non-Stop-Flüge" und können insbesondere Zwischenlandungen mit einschließen.
c) Nimmt der Kunde im Zielgebiet die Reiseleitung nicht in Anspruch, weil er z. B. lediglich Flugpassagen ohne weitere Leistungen bei dem Veranstalter gebucht hat, ist er verpflichtet, sich spätestens 24 Stunden vor dem Rückflug durch die Fluggesellschaft den genauen Zeitpunkt des Rückfluges bestätigen zu lassen. Dazu wendet er sich an die auf der Rückseite des Tickets oder in dem Booklet mit den Tickets und Reisegutscheinen angegebene Rufnummer. Für Nachteile, die durch die Nichtbeachtung dieser Maßnahme entstehen, kann der Veranstalter nicht aufkommen.
d) Ansprüche in Fällen der Nichtbeförderung, Annullierung und Verspätung nach der EU-VO Nr. 261/2004 sind nicht an den Veranstalter, sondern ausschließlich an den jeweiligen ausführenden Luftfrachtführer (die Fluggesellschaft) zu richten.
e) Meldeschlusszeit am Abfertigungsschalter ist jeweils 90 Minuten vor der angegebenen Abflugzeit. Ausnahmen sind den Flugplänen zu entnehmen. Bei Nichterscheinen zu dem oben angegebenen Zeitpunkt, ist der ausführende Luftfrachtführer berechtigt, über den Sitzplatz anderweitig zu verfügen.
f) Die Beförderung von Schwangeren kann aufgrund der jeweils aktuellen Sicherheitsbestimmungen des ausführenden Luftfahrtunternehmens von diesem verweigert werden. Bei bestehender Schwangerschaft zum Zeitpunkt der Luftbeförderung ist daher der Veranstalter unverzüglich zu informieren, damit in dem Einzelfall eventuell bestehende Beförderungsbeschränkungen mit dem ausführenden Luftfahrtunternehmen geklärt werden können.

10. Informationspflichten über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens
Die EU-Verordnung zur Unterrichtung von Fluggästen über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens verpflichtet den Veranstalter, den Kunden über die Identität der ausführenden Fluggesellschaft sämtlicher im Rahmen der gebuchten Reise zu erbringenden Flugbeförderungsleistungen bei der Buchung zu informieren. Steht bei der Buchung die ausführende Fluggesellschaft noch nicht fest, so ist der Veranstalter verpflichtet, dem Kunden die Fluggesellschaft zu nennen, die wahrscheinlich den Flug durchführen wird. Sobald der Veranstalter weiß, welche Fluggesellschaft den Flug durchführen wird, muss er den Kunden informieren. Wechselt die dem Kunden als ausführende Fluggesellschaft genannte Fluggesellschaft, muss der Veranstalter den Kunden über den Wechsel informieren. Er muss unverzüglich alle angemessenen Schritte einleiten, um sicherzustellen, dass der Kunde so rasch wie möglich über den Wechsel unterrichtet wird. Auf Ziff. 9 wird verwiesen. Die "Black List" ist auf folgender Internetseite http://ec.europa.eu/transport/air-ban abrufbar.

11. Gepäckbeförderung
Im Rahmen der Flugreisen werden bis zu 20 kg Gepäck pro Gast und höchstens 20 kg pro Gepäckstück befördert. Mehr Gepäck ist in der Regel auch gegen Aufpreis nicht möglich. Einzelheiten kann der Kunde bei dem jeweiligen vertraglichen Luftfrachtführer erfragen. Gepäckbeschädigungen, -verluste sowie -verspätungen muss der Kunde unverzüglich nach Entdeckung an Ort und Stelle mittels Schadenanzeige (PIR) dem zuständigen ausführenden Luftfrachtführer (Fluggesellschaft) anzeigen. Die Schadensanzeige ist bei Gepäckbeschädigungen und -verlusten spätestens binnen 7 Tagen nach Entdeckung des Schadens, bei Verspätung innerhalb 21 Tagen nach Aushändigung, zu erstatten. Bei Gepäckbeschädigungen und -verlusten sind der Schadenanzeige der Passagiercoupon sowie der Gepäckabschnitt jeweils im Original beizufügen. Die Anzeige ist die Voraussetzung für eine Haftung des ausführenden Luftfrachtführers (Fluggesellschaft). Alle Fälle von Gepäckbeschädigungen, -verluste sowie -verspätungen sind unmittelbar gegenüber dem Beförderungspersonal und bei Pauschalreisen unverzüglich
gegenüber der örtlichen Reiseleitung zu melden. Medikamente für den eigenen Gebrauch sowie Wertgegenstände sind (im Rahmen der jeweils gültigen Sicherheitsbestimmungen) nicht im aufzugebenden Gepäck sondern im Handgepäck zu befördern. Es ist untersagt, spitze Gegenstände (z. B. Nagelpfeilen) mit ins Handgepäck zu nehmen.

12. Gewährleistung, Abhilfe und Obliegenheiten des Kunden beim Auftreten von Leistungsstörungen
a) Der Veranstalter steht für die Richtigkeit der Beschreibung aller in den Katalogen/ Prospekten und unter der Adresse www.schauinsland-reisen.de angegebenen Reisedienstleistungen ein, sofern der Veranstalter nicht vor Vertragsabschluss oder nach Maßgabe von Ziff. 5 eine Änderung von Katalog-/Prospektangaben erklärt hat. Der Veranstalter haftet nicht für Angaben in Ortsund Hotelprospekten, soweit er darauf nicht ausdrücklich Bezug nimmt.
b) Sind die Reiseleistungen nicht vertragsgemäß, so kann der Reisende Abhilfe verlangen, sofern diese nicht einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert. Die Abhilfe besteht in der Beseitigung des Reisemangels bzw. der Bereitstellung einer gleichwertigen Ersatzleistung.
c) Unterlässt es der Kunde bei Auftreten eines Mangels schuldhaft, diesen gegenüber dem Veranstalter oder dem benannten örtlichen Repräsentanten - die örtliche Repräsentanz bzw. die Reiseleitung sind jeweils den Reiseunterlagen zu entnehmen - anzuzeigen, so kann er auf diesen Mangel später keine reisevertraglichen Gewährleistungsansprüche mehr stützen. Die Anzeige darf nur gegenüber der örtlichen Reiseleitung oder - sofern diese nicht erreichbar sein sollte - dem Veranstalter direkt erfolgen. Die Anzeigepflicht entfällt, wenn erhebliche Schwierigkeiten die Mängelanzeige gegenüber dem Veranstalter unzumutbar machen.
d) Wird die Reise durch einen Mangel erheblich beeinträchtigt, steht dem Kunden ein mangelbedingtes Kündigungsrecht gemäß § 651 e BGB nur dann zu, wenn dem Veranstalter (bzw. der örtlichen Reiseleitung) fruchtlos eine angemessene Frist zur Abhilfe gesetzt hat, wenn Abhilfe unmöglich oder von dem Veranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrages durch ein besonderes Interesse des Kunden gerechtfertigt wird. Dies gilt entsprechend, wenn dem Reisenden die Reise infolge eines Mangels aus wichtigem, dem Veranstalter erkennbaren Grund, nicht zuzumuten ist.
e) Im Falle berechtigter Kündigung kann der Veranstalter für erbrachte oder zur Beendigung der Reise noch zu erbringende Reiseleistungen eine Entschädigung verlangen. Für deren Berechnung sind der Wert der erbrachten Reiseleistungen sowie der Gesamtpreis und der Wert der vertraglich vereinbarten Reiseleistungen maßgeblich (vgl. § 638 Abs. 3 BGB). Dies gilt nicht, sofern die erbrachten oder zu erbringenden Reiseleistungen für den Kunden kein Interesse haben. Der Veranstalter hat die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, die infolge der Vertragsaufhebung notwendig sind. Ist die Rückbeförderung im Reisevertrag mit umfasst, so hat der Veranstalter auch für diese zu sorgen und die Mehrkosten zu tragen.
f) Beruht der Reisemangel auf einem Umstand, den der Veranstalter zu vertreten hat, so kann der Kunde auch Schadenersatz verlangen.

13. Haftungsbeschränkung
a) Die vertragliche und die deliktische Haftung des Veranstalters ist auf einen Betrag von 4.100,00 Euro beschränkt, soweit ein Schaden des Reisenden, der nicht in einer Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit besteht und a.a) weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder a.b.) wenn der Veranstalter für einen dem Reisenden entstehenden Schaden allein wegen des Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist. Übersteigt der dreifache Reisepreis diese Summe, ist die Haftung in den vorgenannten Fällen auf den dreifachen Reisepreis beschränkt. Diese Haftungshöchstsummen gelten jeweils je Reisenden und Reise. Möglicherweise darüber hinausgehende Ansprüche im Zusammenhang mit Reisegepäck nach dem Montrealer Übereinkommen bleiben von dieser Beschränkung unberührt.
b) Der Veranstalter haftet nicht für Leistungsstörungen im Zusammenhang mit Leistungen, die nicht durch ihn ausgeschrieben sind und die der Kunde im Zielgebiet bei Leistungsträgern oder Dritten bucht und für die er an den Leistungsträger oder Dritte ein mit diesen vereinbartes Entgelt entrichtet (z. B. Ausflüge, Mietwagen, Ausstellungen usw.). Dies gilt nicht, wenn und soweit für einen Schaden des Kunden die Verletzung von Hinweis-, Aufklärungs-, oder Organisationspflichten des Veranstalters ursächlich geworden ist.
c) Ansprüche aus unerlaubter Handlung bleiben, soweit nicht ein Fall von Ziff. 13. a) vorliegt, unberührt.
d) Kommt der Kunde im Falle von Gepäckbeschädigungen, -verluste sowie -verspätungen seinen Obliegenheiten gem. Ziffer 11. dieser Bedingungen nicht nach, verliert er darauf beruhende Ansprüche gegen den Veranstalter gleich aus welchem Rechtsgrund, es sei denn, es wird ein Schaden wegen Verletzung von Leben, Körper, Gesundheit oder wegen vorsätzlichen und grob fahrlässigen Verhaltens des Veranstalters oder eines Erfüllungsgehilfen geltend gemacht.

14. Ausschluss von Ansprüchen und Verjährung
a) Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reise (Ansprüche nach den §§ 651 c bis f BGB) hat der Kunde innerhalb eines Monats nach der vertraglich vorgesehenen Beendigung der Reise gegenüber dem Veranstalter Schauinsland-Reisen GmbH, Stresemannstraße 80, 47051 Duisburg geltend zu machen. Nach Ablauf der Frist können Ansprüche nur geltend gemacht werden, wenn der Kunde die Frist ohne eigenes Verschulden nicht einhalten konnte. Die Frist zur Anmeldung von Ansprüchen wegen Gepäckbeschädigungen, -verlusten und -verzögerungen im Zusammenhang mit Flügen gegenüber der zuständigen Fluggesellschaft richtet sich nach Ziffer 11.
b) Ansprüche des Kunden nach §§ 651 c bis f BGB, die aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit und für sonstige Schäden, die auf einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Veranstalters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen, verjähren in zwei Jahren.
c) Alle sonstigen Ansprüche nach den §§ 651 c bis f BGB verjähren in einem Jahr.
d) Die Verjährung der Ansprüche nach den Ziffern 6. b) und c) beginnt mit dem Tag, an dem die Reise nach dem geschlossenen Reisevertrag enden sollte.
e) Macht der Kunde innerhalb eines Monats nach dem vertraglich vorgesehenen Reiseende Ansprüche geltend, so ist die Verjährung so lange gehemmt, bis der Veranstalter die Ansprüche schriftlich zurückweist. Diese Zurückweisung stellt zugleich die Verweigerung der Fortsetzung von Verhandlungen über den Anspruch im Sinne von § 203 BGB dar.

15. Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften
a) Der Veranstalter weist auf Pass-, Visumerfordernisse einschließlich der Fristen zur Erlangung dieser Dokumente und gesundheitspolizeiliche Formalitäten in dem von ihm herausgegebenen und dem Reisenden zur Verfügung gestellten Prospekt/Katalog/Internetauftritt oder durch Unterrichtung vor der Buchung einschließlich zwischenzeitlicher Änderungen insbesondere vor Vertragsabschluß und vor Reisebeginn hin, die für das jeweilige Reiseland für deutsche Staatsbürger ohne
Besonderheiten wie Doppelstaatsbürgerschaft etc. gelten. Besondere in der Person des Kunden gegebene Umstände (ausländische Staatsbürgerschaft, Doppelstaatsbürgerschaft, Passeintragungen etc.) sind von dem Veranstalter nur zu beachten, wenn diese dem Veranstalter erkennbar sind, durch den Kunden ausdrücklich mitgeteilt sind oder von dem Veranstalter infolge besonderer Umstände hätten erkannt werden können. Für Angehörige anderer Staaten gibt das zuständige Konsulat Auskunft.
b) Bei pflichtgemäßer Erfüllung der Informationspflicht durch den Veranstalter hat der Kunde die Voraussetzungen für die Reise zu schaffen, sofern sich nicht der Veranstalter ausdrücklich zur Beschaffung der Visa oder Bescheinigung etc. verpflichtet hat.
c) Der Kunde ist also verantwortlich für das Beschaffen und Mitführen der behördlich notwendigen Reisedokumente, eventuell erforderliche Impfung sowie das Einhalten von Zoll- und Devisenvorschriften. Nachteile, die aus der Nichtbefolgung dieser Vorschriften erwachsen, z.B. die Zahlung von Rücktrittskosten gehen zu Lasten des Kunden. Dies gilt nicht, wenn der Veranstalter nicht, unzureichend oder falsch informiert hat.
d) Der Veranstalter haftet nicht für die rechzeitige Erteilung und den Zugang notwendiger Visa durch die jeweilige diplomatische Vertretung, wenn der Kunde ihn mit der Besorgung beauftragt hat, es sei denn, dass der Veranstalter eigene Pflichten schuldhaft verletzt hat.
e) Bei Buchung von Nur-Flug ist der Kunde verpflichtet, die für seine Einreise am Zielort gültigen Einreise-und Aufenthaltsbestimmungen zu beachten. Durch die Nichtbeachtung entstehende Kosten hat der Kunde zu tragen.

16. Allgemeines
Die Daten des Kunden werden mittels EDV unter Beachtung des Datenschutzgesetzes aufgenommen, gespeichert und verarbeitet. Eine Weitergabe von Kundendaten erfolgt nur soweit dies für die Durchführung der Reise oder aufgrund zwingender gesetzlicher Vorschriften oder behördlicher Maßnahmen erforderlich ist.

17. Gerichtsstand
a) Auf das Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und dem Veranstalter findet ausschließlich deutsches Recht Anwendung. Dies gilt auch für das gesamte Rechtsverhältnis.
b) Soweit bei Klage des Kunden gegen den Veranstalter im Ausland für die Haftung des Veranstalter dem Grunde nach nicht deutsches Recht angewendet wird, findet bezüglich der Rechtsfolgen, insbesondere hinsichtlich Art, Umfang und Höhe von Ansprüchen des Kunden ausschließlich deutsches Recht Anwendung.
c) Der Kunde kann den Veranstalter nur an dessen Sitz verklagen.
d) Für Klagen des Veranstalters gegen den Kunden ist der Wohnsitz des Kunden maßgebend. Für Klagen gegen Kunden bzw. Vertragspartner des Reisevertrages, die Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts oder Personen sind, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltssitz im Ausland haben, oder deren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltssitz zum Zeitpunkt der Klage nicht bekannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz des Veranstalters vereinbart.
e) Die vorstehenden Bestimmungen über die Rechtswahl gelten nicht, - wenn und soweit sich aus vertraglich nicht abdingbaren Bestimmungen internationaler Abkommen, die auf den Reisevertrag zwischen dem Kunden und dem Veranstalter anzuwenden sind, etwas anderes zu Gunsten des Kunden ergibt oder - wenn und soweit auf den Reisevertrag anwendbare, nicht abdingbare
Bestimmungen im Mitgliedsstaat der EU, dem der Kunde angehört, für den Kunden günstiger sind, als die vorgenannten Bestimmungen oder die entsprechenden deutschen Vorschriften.
Veranstalter/Reiseveranstalter:
Schauinsland-Reisen GmbH,
Stresemannstraße 80,
47051 Duisburg,
Tel.: +49 (0)203 / 99 40 50,
Fax: +49 (0)203 40 0168
Stand Mai 2011


Mietwagenbedingungen
finden Sie auf http://www.schauinsland-reisen.de/allgemeine-geschaeftsbedingungen#slr_id_18

Wichtige Hinweise

Gesundheitsbestimmungen
Bei direkter Einreise aus dem Bundesgebiet sind keine Impfungen vorgeschrieben. Empfehlenswerte Adressen für tagesaktuelle Sicherheits- und Gesundheitsinformationen:
- Auswärtiges Amt: www.auswaertiges-amt.de, Tel. +49 (0)30 1 81 70
- Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung
- Ausland (DVKA): www.dvka.de, Tel.: +49 (0) 228 9530 0

Handgepäck
Auf allen Flügen, die in der EU starten - auch auf Inlandsflügen - dürfen Flüssigkeiten nur noch in geringen Mengen durch die Sicherheitskontrolle mitgenommen werden: Alle Behältnisse bis max. 100 ml Fassungsvermögen müssen in einem transparenten, wieder verschließbaren 1-Liter-Beutel verpackt sein. Ein Beutel pro Fluggast. Der Beutel muss vollständig geschlossen sein. Medikamente und Spezialnahrung (z.B. Babynahrung), die während des Fluges an Bord benötigt werden, können außerhalb des Plastikbeutels transportiert werden. Diese Artikel müssen ebenfalls an der Sicherheitskontrolle vorgelegt werden. Duty-free-Artikel, die an den Flughäfen in der EU oder an Bord eines Flugzeuges einer EU-Fluggesellschaft erworben wurden, dürfen in einer versiegelten Tüte mitgeführt werden, sofern ein Kaufbeleg vom selben Tag vorliegt. Die Versiegelung der Artikel wird von der Verkaufsstelle vorgenommen. Medikamente für den eigenen Gebrauch (im Rahmen der Sicherheitsrichtlinien), Auto- und Haustürschlüssel, wichtige Papiere sowie Wertgegenstände sind nicht im aufzugebenden Gepäck, sondern im Handgepäck zu befördern. Es ist untersagt Gegenstände, die zu Angriffs- oder Verteidigungszwecken verwendet werden können (z.B. spitze Gegenstände), mitzuführen.

Sicherheitshinweise
finden Sie auf http://www.schauinsland-reisen.de/allgemeine-geschaeftsbedingungen#slr_id_3700

Einreisebestimmungen

Pass- und Visumerfordernisse
Diese Pass- und Visumerfordernisse gelten für deutsche Staatsbürger für Aufenthalte zu touristischen Zwecken. Für nichtdeutsche Staatsbürger, Doppelstaatler, Personen die durch ihre Einreise die Gesundheit der Staatsbürger des Gastlandes gefährden könnten oder Personen, die Straftaten begangen und/ oder eine kriminelle Vergangenheit haben sowie bei Personen die zu nicht touristischen Zwecken reisen, gelten oftmals andere Bestimmungen. Bitte wenden Sie sich in diesen Fällen an die zuständige Botschaft. Alleinreisende Minderjährige, Minderjährige, die mit nur einem Elternteil oder namensverschiedenen Eltern oder Elternteilen reisen, müssen im Zweifel eine amtlich beglaubigte Reiseerlaubnis nachweisen. Alleinreisende Minderjährige müssen unter Umständen am Flughafen von nachweislich autorisierten Personen abgeholt werden. Weitere Auskünfte erteilen die zuständige Botschaft und Ihr örtlicher Bürgerservice. Sollten Sie aufgrund unzureichender Einreisedokumente die Reise stornieren oder umbuchen, gehen etwaige Kosten zu Ihren Lasten. Wird nur der Flug und keine Unterkunft bei Schauinsland-Reisen gebucht, ist bei Reisezielen außerhalb Europas in der Regel bei Einreise eine Aufenthaltsadresse bzw. ein Unterkunftsnachweis anzugeben. Ferner der Nachweis ausreichender Geldmittel für die Aufenthaltsdauer sowie die Vorlage gebuchter und bezahlter Rück- oder Weiterreiseunterlagen gefordert. Sollte ein Haustier mitgeführt werden, oder eine Einreise nicht zu touristischen Zwecken erfolgen, erkundigen Sie sich bitte bei der zuständigen Botschaft über die Einreisevoraussetzungen. Schauinsland-Reisen GmbH übernimmt für die Aktualität und Vollständigkeit der nachstehend aufgeführten Einreisebestimmungen keine Gewähr. Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern. Abschließende und verbindliche Auskünfte zu Einreisebestimmungen können nur die zuständigen Botschaften und Konsulate der jeweiligen Staaten erteilen. Weitere Informationen unter www.auswaertiges-amt.de, Tel: +49 (0)30 18170.

Einreisebestimmungen
finden Sie auf http://www.schauinsland-reisen.de/allgemeine-geschaeftsbedingungen#slr_id_14

Buchungs- und Reiseinformationen
Bevor Sie für die "schönste Zeit des Jahres" Ihre Koffer packen, sollten Sie unsere Informationen beachten, denn vielleicht reisen Sie dann besser, bequemer und preiswerter.

SLR-Pauschalreise
Bei einer SLR-Pauschalreise sind Hotel, Flug, die Betreuung durch die örtliche Reiseleitung sowie der Transfer ab/bis Flughafen zu Ihrem gebuchten Hotel im Reisepreis enthalten. Sämtliche Reiseleistungen sind in diesem Fall ausschließlich über Schauinsland-Reisen gebucht.

NUR-Hotel
Bei einer NUR-HOTEL-Buchung ist die Betreuung durch unsere örtliche Reiseleitung, jedoch nicht der Transfer ab/bis Flughafen enthalten. Der Transfer kann gegen einen Aufpreis dazugebucht werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Ausklappseite oder unter www.hotel-transfer.de. Wichtig: Sollten Sie Ihren Flug nicht über Schauinsland-Reisen gebucht haben, lassen Sie sich diesen bitte, wie von Ihrem Vertragspartner in den Flugunterlagen angegeben, rückbestätigen. Haben Sie den Transfer bei uns hinzugebucht, teilen Sie uns - im Hinblick auf eine reibungslose Transferorganisation - Änderungen der Flugnummer unter der Rufnummer +49 (0) 203 99405-70 mit. Falls Sie Ihre Reise bereits angetreten haben, informieren Sie Ihre zuständige Reiseleitung über die Änderung. Flugzeitenänderungen bei gleichbleibender Flugnummer müssen nicht mitgeteilt werden. Nur-Hotel-Angebote sind nur gültig für Reiseteilnehmer, die eine Fluganreise aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz nachweisen können. Sollte das Angebot dennoch in Anspruch genommen werden, kann es vor Ort zu einer Nachzahlungsaufforderung kommen, oder die Buchung kann vor Ort zurückgewiesen werden.

NUR-Flug
Bei einer NUR-FLUG Buchung sind das Hotel, die örtliche Reiseleitung und der Transfer im Zielgebiet nicht enthalten. Bitte achten Sie darauf, sich den Rückflug 24 Stunden vor dem vorgesehenen Abflugtermin unter der in Ihren Reiseunterlagen angegebenen Telefonnummer rückbestätigen zu lassen. In Zielgebieten, in denen wir keine örtliche Vertretung haben, kann keine Flugumbuchung vorgenommen werden.
www.hotel-beschreibung.de Auf dieser Internetseite finden Sie ausführliche Hotelbeschreibungen aller Schauinsland-Hotels.

Hotel-Kategorien
Da die Standards in den jeweiligen Reiseländern innerhalb der jeweiligen offiziellen Landeskategorien stark von einander abweichen haben wir die Hotels zusätzlich nach den folgenden eigenen Maßstäben beurteilt. Die Eigenbewertung und die offizielle Landeskategorie können differieren.

SLR-Kategorien
finden Sie auf http://www.schauinsland-reisen.de/allgemeine-geschaeftsbedingungen#slr_id_3718

Zeichen-Erklärung
Ü = nur Übernachtung
D = Übernachtung und Abendessen
üF = übernachtung mit Frühstück
HP = Halbpension (2 Mahlzeiten)
HP+ = Halbpension und Getränke gem. Hotelbeschreibung inklusive
VP = Vollpension (3 Mahlzeiten)
VP+ = Vollpension und Getränke gem. Hotelbeschreibung inklusive
AI = Alles inklusive
Zimmer + Kind = Zimmer mit Zustellbett, für das Kind auch Liege, Sofa oder Schlafcouch möglich.
Dreibett- oder Doppelzimmer + 3. Person = Doppelzimmer mit Zustellbett, für 3. Person eventuell auch Liege, Sofa oder Schlafcouch möglich.

Bilder
Bei den in den Katalog aufgenommenen Bildern der Zimmer handelt es sich um Wohnbeispiele. Die Einrichtung des gebuchten Zimmers kann daher abweichen.

Sitzplatzreservierung/ Sonderessen
Eine Sitzplatzreservierung sowie die Reservierung von Sonderessen kann nicht durch uns vorgenommen werden. Bitte kontaktieren Sie diesbezüglich Ihr Reisebüro oder direkt die Fluggesellschaft.

Sondergepäck
Sperriges Sondergepäck, Sportgegenstände, Fahrräder und Tiere sind von der Beförderung ausgeschlossen. Ihr Reisebüro kann sich jedoch gegen Aufpreis um eine Flugbeförderung bemühen.

Preisermäßigungen
Für kombinierbare Rabatte (wie z.B. Frühbucher und SLRSpartipps) gilt, dass diese nicht addiert, sondern nacheinander vom Hotelpreis abgezogen werden. Dadurch wird der zweite Rabatt nicht vom Ursprungshotelpreis, sondern vom (durch den ersten Rabatt) reduzierten Hotelpreis abgezogen. Sind Preisermäßigungen an das Lebensalter gebunden - z. B. Seniorenrabatte, ist das Alter bei Reiseantritt (außer Kleinkinder) maßgebend und daher vom Reiseanmelder bei Buchung anzugeben.

Kinderermäßigungen und Kleinkinder
Allgemein gelten die ausgeschriebenen Kinderermäßigungen nur in Verbindung mit zwei voll zahlenden Personen. Kinder unter zwei Jahren reisen kostenlos, ein Kinderbett wird auf Wunsch (zum Teil gegen Gebühr) vor Ort bereitgestellt. Ein Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz im Flugzeug besteht bei Kleinkindern nicht. Achtung: Entscheidend für die Kinderermäßigung ist generell das Kindesalter am Tag der Rückreise. Sollte das Kleinkind während der Reise sein zweites Lebensjahr vollenden, kommt der Kinderpreis zur Anwendung. Ihr Kleinkind muss bereits bei Buchung als Kind angemeldet und das Alter bei Rückreise angegeben werden. Wird das Kindesalter bei Buchung nicht korrekt angegeben, besteht das Risiko, dass die Beförderung des Kindes verweigert wird oder einzelne Leistungsträger Nachbelastungen vornehmen, die dann vor Ort zu entrichten sind. Keine Kinderermäßigung bei NURFLUG-Buchungen.

Bezahlung des Reisepreises
Damit der Unterlagenversand reibungslos erfolgen kann, haben wir für Sie die wichtigsten Informationen zur Bezahlung des Reisepreises für Sie zusammengestellt.
Fälligkeiten
- 20 % Anzahlung - sofort
- abgeschlossene Versicherungen - sofort
- der Restreisepreis bzw. Gesamtreisepreis - vier Wochen vor der Abreise

Zahlarten
- Buchung bis 7 Tage vor Abreise - Überweisung, Kreditkarte, Lastschrift, bar
- Buchung bis 7 Tage vor Abreise - Kreditkarte, EC-Cash (mit Geheimzahl), bar

Aushändigung der Reiseunterlagen
- Zahlungseingang bis 7 Tage vor Abreise - Postversand
- Zahlungseingang weniger als 7 Tage vor Abreise - Hinterlegung am Flughafen

All-Inclusive-Hotelanlagen
Um die Al-Leistung in Anspruch nehmen zu können, ist oftmals das Tragen eines Plastikarmbands notwendig. Dieses Kennzeichen zeigt jedem Hotelangestellten, dass Sie berechtigt sind, die AI-Leistungen in Anspruch zu nehmen. Die AI-Leistungen enden mit der Zimmerräumung, üblicherweise gegen Mittag am Abflugtag.

An- und Abreisetag
Nach internationalen Gepflogenheiten müssen die Zimmer in allen Urlaubsgebieten am Abreisetag in der Regel bis mittags geräumt sein. Am Anreisetag stehen die Zimmer erst ab mittags zur Verfügung. Diese Regelung gilt unabhängig davon, wann Sie Ihr Zimmer am Anreisetag bezogen haben und bezieht auch Nachtflüge ein. Wir bitten um Verständnis, dass Hotelküchen vereinzelt Mahlzeiten bei späterer Ankunft im Hotel oder sehr frühen Abreisen nicht zur Verfügung stellen können.

Bautätigkeit
Selten werden Bauvorhaben von Behörden oder Dritten angekündigt. Stillgelegte Baustellen werden oft quasi über Nacht wieder aufgenommen. Unsere Reiseleitung informiert uns, wann immer eine Baumaßnahme bekannt wird. Wir werden Sie in diesem Falle schnellstmöglich in Kenntnis setzen.

Check-in
Meldeschlusszeit am Abfertigungsschalter ist jeweils 90 Minuten vor der angegebenen Abflugzeit. Sollten Sie am Abfertigungsschalter in einer Warteschlange stehen und bis spätestens 45 min. vor Abflugzeit noch nicht abgefertigt worden sein, melden Sie sich bitte beim Abfertigungspersonal.

EC-Karten
Bei einigen Banken werden aus Sicherheitsgründen die EC-Karten zur Geldabhebung im außereuropäischen Ausland gesperrt. Besonders in Ägypten kam es in der Vergangenheit zu Problemen bei der Nutzung von EC-Karten. Bitte informieren Sie sich daher vor Reiseantritt bei Ihrer Hausbank, ob Ihre EC-Karte möglicherweise gesperrt ist.

Kleidung
Bitte beachten Sie, dass bei vielen Hotels zu den Mahlzeiten korrekte Kleidung - bei männlichen Gästen lange Hosen - erwünscht ist.

Lärm
In vielen Zielorten führen Hauptverkehrsstraßen mitten durch Urlaubsgebiete. Die südliche Lebensweise und die zum Teil mangelnde Isolierung von Hotelgebäuden tragen zur Lärmbelästigung bei. Für die meisten Menschen in diesen Regionen beginnt das Leben erst mit dem Einbruch der Dunkelheit.

Meerseite/Meerblick
Meerseite: Bei Buchung einer Unterkunft zur Meerseite, bedeutet dies nicht, dass Sie ein Zimmer mit Meerblick erhalten. Häufig ist der Blick durch Bäume oder andere Hoteleinrichtungen verstellt. Meerblick: Ist ein Zimmer mit Meerblick gebucht, so ist dieser, falls nicht anders ausgeschrieben, direkt.

Reiseleitung
Bei Buchung von Pauschalreisen und NUR-Hotel Buchungen werden Sie in allen Feriengebieten von unserer deutschsprachigen Reiseleitung betreut. Die Besuchszeiten entnehmen Sie bitte unseren SLR-Infomappen. In manchen abgelegenen Hotels finden keine regelmäßigen Besuche statt. Die Reiseleitung ist in diesen Fällen telefonisch für Sie zu erreichen. In Ihren Reiseunterlagen befindet sich eine Adressliste mit Telefonangaben unserer ausländischen Vertretungen/Büros. Begrüßungs - cocktails und Reiseleitersprechstunden finden teilweise in einem von der Unterkunft abweichenden Hotel statt.

Speisen und Getränke
Im Ausland werden Speisen meist nicht auf die gewohnte Art zubereitet und in vielen Ländern auch nicht so heiß serviert bzw. angeboten. Die Umstellung belastet häufig den Organismus und führt schon einmal zu einer Magenverstimmung. Nehmen Sie in den ersten Tagen keine Getränke mit Eiswürfeln zu sich, seien Sie vorsichtig im Umgang mit ungeschältem Obst. Es ist generell nicht gestattet Lebensmittel aus dem Speisesaal mitzunehmen.

Sport
In einigen Feriengebieten kann an Feiertagen nur ein begrenztes Sportangebot zur Verfügung stehen. Oftmals stehen bei stärkerer Auslastung Wassersportgeräte, Tennisplätze etc. nicht ausreichend zur Verfügung.

Strände
Die Strände sind grundsätzlich öffentliche Naturstrände und der Allgemeinheit zugänglich. Nur wenige Strandabschnitte werden gereinigt. Je nach Strömung können Algen und Unrat angeschwemmt werden.

Unterbringung
Ein Hotel verfügt über Allgemeineinrichtungen wie Speisesaal, Rezeption, Aufzugsanlage, Küche, Swimming-Pool etc. Das bedeutet regelmäßig, dass auch Zimmer über, neben oder unter solchen Einrichtungen liegen können. Ferner kann es in einzelnen Zimmern zu Beeinträchtigungen durch die Ver- und Entsorgung des Hauses kommen (Müllabfuhr, Versorgungsfahrzeuge, etc.). In der Karibik zeigen sich wegen der feuchtwarmen und salzhaltigen Luft regelmäßig Korrosionsansätze an Armaturen und Metallteilen, dies hat nichts mit Unsauberkeit zu tun. Die feuchte Luft ist auch der Grund dafür, dass in den Zimmern häufig keine geschlossenen Kleiderschränke, sondern garderobenähnliche Einrichtungen für Ihre Textilien zur Verfügung stehen. In vielen Hotels bzw. Ferienanlagen wird die Klimaanlage (soweit vorhanden) häufig der Einsatz besonders leistungsstarker und damit auch geräuschintensiver Geräte erforderlich.

Vergessene oder verlorene Gegenstände
Sollten beim Transfer oder im Hotel Gegenstände vergessen werden, kann der Gast sich - falls noch vor Ort - an die örtliche Reiseleitung wenden. Sollte der Gast den Verlust erst nach Reiserückkehr feststellen, kann er sich an das zuständige Reisebüro zwecks Kontaktaufnahme mit der Zentrale des Veranstalters wenden. Der Veranstalter ist bei der Wiederbeschaffung gerne behilflich, soweit dies in seinen Möglichkeiten steht. Eine rechtliche Verpflichtung besteht für den Veranstalter nicht.

Verlängerungen des Aufenthalts
Wünschen Sie vor Ort Ihren Urlaub zu verlängern, wenden Sie sich bitte an Ihre Reiseleitung. Der Aufpreis ist bei der Reiseleitung zu entrichten.

Vor- und Nachsaison
In der Vor- und Nachsaison ist es möglich, dass einige Einrichtungen (z.B. Poolbar) und Sportmöglichkeiten nicht zur Verfügung stehen. Wegen geringer Belegung kann es vorkommen, dass ein Hotelier die Öffnungs-/ Schließzeiten ändert. In solchen Fällen wird eine gleichwertige Unterkunft angeboten.

Wasser und Strom
Aufgrund von Energiemangel kann zeitweise die Strom- & Wasserversorgung ausfallen. Dies gilt insbesondere für die Karibik. Durch anspringende Notstromaggregate kann es hier zu zusätzlichen Beeinträchtigungen kommen. Die Qualität von Leitungswasser entspricht nicht einheitlichen Standards. In einigen Gebieten ist es salzhaltig und als Trinkwasser nicht geeignet. Die Bewässerung der Grünanlagen erfolgt besonders in trockenen Zonen mit Brauchwasser.

Zustellbetten
Bei Buchung eines Zustellbettes kann vor Ort auch eine Liege, ein Sofa oder eine Schlafcouch zur Verfügung gestellt werden. Zustellbetten können schmaler und kürzer sein als Standardbetten. Es muss bei Buchung eines Doppelzimmers mit Zustellbett mit einer gewissen räumlichen Enge gerechnet werden.

Transferpreise
Sie haben die Möglichkeit, bei einer NUR-Hotel-Buchung den Transfer zum gewünschten Hotel dazu zu buchen. Bitte geben Sie immer Ihre gebuchten Flugdaten bei der Buchung mit an.
Bei einer Schauinsland-Pauschalreise ist der Transfer selbstverständlich inklusive.

- Die Transferpreise beinhalten den Hin- und Rücktransfer. (soweit nicht anders ausgeschrieben).
- weitere Transferpreise finden Sie unter www.hotel-transfer.de.
- es handelt sich um einen Sammeltransfer mit dem Bus (kein Taxi- oder Einzeltransfer.
- bei Fehlzuordnungen wird die anfallende Differenz dem buchenden Büro in Rechnung gestellt.
- Änderungen der Flugzeiten/-nummern müssen im Hin-wie Rückfl ug unverzüglich mitgeteilt werden.
Alle Flugzeiteninfos, die nicht direkt bei Buchung eingegeben werden, müssen Schauinsland telefonisch oder per Fax mitgeteilt werden, Kosten (z.B. verpaßte Flüge) die durch Fehlinformationen seitens des Büros verursacht werden müssen von selbigem getragen werden.

Zug zum Flug
finden Sie unter http://www.schauinsland-reisen.de/allgemeine-geschaeftsbedingungen#slr_id_8

Reiseversicherungen
Versicherungsbedingungen für Reiseversicherungen der MDT Makler der Touristik GmbH Assekuranzmakler (VB MDT 2011-A/SLR)

I. Allgemeine Bestimmungen
Die nachstehenden Regelungen unter §§ 1 bis 12 gelten für alle Reise-versicherungen der durch die MDT Makler der Touristik GmbH Assekuranzmakler vertretenen Versicherer der R+V Versicherungsgruppe (für die Reise-Krankenversicherung die R+V Krankenversicherung AG; für alle weiteren Reiseversicherungen die KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-AG).

§ 1 Versicherte Reise/versicherte Personen
Auf der Grundlage eines mit Ihrem Reiseveranstalter Schauinsland-Reisen GmbH abgeschlossenen Gruppenversicherungsvertrages gewähren die Versicherer der R+V Versicherungsgruppe der/n versicherten Person/en Versicherungsschutz. Versicherungsschutz besteht für die jeweils versicherte Reise der im Versicherungsschein bzw. der Reisebestätigung/Rechnung namentlich genannten Personen oder den im Versicherungsschein festgelegten Personenkreis, sofern die Versicherungsprämie bzw. der Beitrag zum Gruppenvertragsbeitritt entrichtet wurde.

§ 2 Beginn und Ende des Versicherungsschutzes
1. In der Reise-Rücktrittskosten-Versicherung und dem Umbuchungsgebührenschutz beginnt der Versicherungsschutz frühestens mit Buchung der Reise und endet mit
2. In den übrigen Versicherungssparten
a) beginnt der Versicherungsschutz mit dem Antritt der Reise und endet mit dem vereinbarten Zeitpunkt, spätestens jedoch mit der Beendigung der Reise;
b) verlängert sich der Versicherungsschutz über den vereinbarten Zeitpunkt hinaus, wenn sich die Beendigung der Reise aus Gründen verzögert, die die versicherte Person nicht zu vertreten hat.

§ 3 Prämie/ Beitrag zum Gruppenvertragsbeitritt
Die Prämie bzw. der Beitrag zum Gruppenvertragsbeitritt ist gegen Aushändigung des Versicherungsscheins zu zahlen. Der Versicherungsschutz tritt nur dann in Kraft, wenn die Zahlung vor Reiseantritt/Versicherungsbeginn geleistet wurde.

§ 4 Ausschlüsse
1. Nicht versichert sind Schäden durch Krieg, Bürgerkrieg, kriegsähnliche Ereignisse, innere Unruhen, Terror jeder Art, Streik, Kernenergie oder sonstige nukleare Ereignisse, Beschlagnahme sowie sonstige Eingriffe und Anordnungen von hoher Hand.
2. Es besteht jedoch Versicherungsschutz, wenn die versicherte Person während der versicherten Reise überraschend von einem Kriegs- oder Bürgerkriegsereignis betroffen wird. Dieser Versicherungsschutz erlischt am Ende des siebten Tages nach Beginn eines Krieges oder Bürgerkrieges. Die Erweiterung gilt nicht bei Reisen in Staaten, auf deren Gebiet zur Zeit der Einreise der versicherten Person bereits Krieg oder Bürgerkrieg herrscht oder wo dessen Ausbruch absehbar war. Sie gilt auch nicht für die aktive Teilnahme am Krieg oder Bürgerkrieg sowie für Unfälle durch ABC-Waffen.
1. Die versicherte Person ist verpflichtet,
a) alles zu vermeiden, was zu unnötigen Kosten führen könnte (Schadenminderungspflicht);
b) den Schaden dem Versicherer unverzüglich anzuzeigen;
c) auf Verlangen des Versicherers jede Auskunft zu erteilen, die zur Feststellung des Versicherungsfalls oder der Leistungspflicht des Versicherers und ihres Umfanges erforderlich ist, jede sachdienliche Auskunft wahrheitsgemäß zu erteilen, den Versicherungsnachweis (z. B. Buchungsbestätigung, Einzahlungsbeleg) sowie erforderliche Originalbelege und geeignete Nachweise einzureichen.
d) auf Verlangen des Versicherers, sich durch einen vom Versicherer beauftragten Arzt untersuchen zu lassen.
e) zur Prüfung, ob und ggf. in welchem Umfang ein bedingungsgemäßer Versicherungsfall vorliegt, auf Verlangen des Versicherers Heilbehandler, Krankenanstalten, Pflegeheime und Pflegepersonen, andere Personenversicherer und gesetzliche Krankenkassen sowie Berufsgenossenschaften und Behörden zur Auskunftserteilung zu ermächtigen und von ihrer Schweigepflicht dem Versicherer gegenüber zu entbinden.
2. Wird eine dieser allgemeinen oder der jeweils zusätzlichen Obliegenheiten vorsätzlich verletzt, ist der Versicherer von seiner Verpflichtung zur Leistung frei. Bei grob fahrlässiger Verletzung der Obliegenheit ist der Versicherer berechtigt, seine Leistung in dem Verhältnis zu kürzen, das der Schwere des Verschuldens der versicherten Person entspricht. Der Versicherer bleibt insoweit zur Leistung verpflichtet, als die Verletzung keinen Einfluss auf die Feststellung oder den Umfang der Leistungsverpflichtung des Versicherers gehabt hat, es sei denn, dass die versicherte Person arglistig gehandelt hat.

§ 6 Zahlung der Entschädigung
1. Ist die Leistungspflicht des Versicherers dem Grunde und der Höhe nach festgestellt, erfolgt die Auszahlung der Entschädigung binnen zwei Wochen.
2. Ist die Versicherungssumme in der Reise-Rücktrittskosten- und Reiseabbruch-Versicherung bei Eintritt des Versicherungsfalls niedriger als der Gesamt reisepreis, so haften die Versicherer für den Schaden nur nach dem Verhältnis der Versicherungssumme zum Gesamtreisepreis.

§ 7 Obliegenheiten und Folgen von Obliegenheitsverletzungen bei Ansprüchen gegen Dritte
1. Hat der Versicherungsnehmer oder eine versicherte Person Ersatzansprüche gegen Dritte, so besteht, unbeschadet des gesetzlichen Forderungsüberganges gemäß § 86 VVG, die Verpflichtung, diese Ansprüche bis zur Höhe, in der aus dem Versicherungsvertrag Kostenersatz geleistet wird, an den Versicherer schriftlich abzutreten.
2. Der Versicherungsnehmer oder die versicherte Person hat seinen bzw. ihren Ersatzanspruch oder ein zur Sicherung dieses Anspruchs dienendes Recht unter Beachtung der geltenden Form- und Fristvorschriften zu wahren und bei dessen Durchsetzung durch den Versicherer soweit erforderlich mitzuwirken.
3. Verletzt der Versicherungsnehmer oder eine versicherte Person vorsätzlich die in den Ziffern 1 und 2 genannten Obliegenheiten, ist der Versicherer zur Leistung insoweit nicht verpflichtet, als er infolge dessen keinen Ersatz von dem Dritten erlangen kann. Im Falle einer grob fahrlässigen Verletzung der Obliegenheit ist der Versicherer berechtigt, seine Leistungen in einem der Schwere des Verschuldens entsprechenden Verhältnis zu kürzen.
4. Steht dem Versicherungsnehmer oder einer versicherten Person ein Anspruch auf Rückzahlung ohne rechtlichen Grund gezahlter Entgelte gegen den Erbringer von Leistungen zu, für die der Versicherer auf Grund des Versicherungs-vertrages Erstattungsleistungen erbracht hat, sind die Ziffern 1 bis 3 entsprechend anzuwenden.

§ 8 Besondere Verwirkungsgründe, Verjährung
1. Der Versicherer ist von der Entschädigungspflicht frei, wenn die versicherte Person
a) den Versicherungsfall durch Vorsatz herbeigeführt hat;
b) den Versicherer arglistig über Umstände zu täuschen versucht, die für den Grund oder für die Höhe der Leistung von Bedeutung sind.
2. Der Anspruch auf Versicherungsleistung verjährt in drei Jahren. Die Verjährung beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der versicherten Person bekannt war bzw. bekannt sein musste. Ist ein Anspruch beim Versicherer angemeldet worden, ist die Verjährung solange gehemmt, bis der versicherten Person die Entscheidung des Versicherers zugegangen ist.

§ 9 Ansprüche gegen Dritte
1. Ersatzansprüche gegen Dritte gehen im gesetzlichen Umfang bis zur Höhe der geleisteten Zahlung auf die Versicherer der R+V Versicherungsgruppe über.
2. Sofern erforderlich, ist die versicherte Person verpflichtet, in diesem Umfang Ersatzansprüche an die Versicherer abzutreten.

§ 10 Entschädigung aus anderen Versicherungsverträgen
1. Soweit im Versicherungsfall eine Entschädigung aus anderen Versicherungen beansprucht werden kann, gehen diese Leistungsverpflichtungen vor. Dies gilt auch dann, wenn in einem dieser Versicherungsverhältnisse ebenfalls eine nachrangige Haftung vereinbart ist. Die Ansprüche der versicherten Person bleiben hiervon unberührt und unbeeinträchtigt. Meldet die versicherte Person den Versicherungsfall den Versicherern der R+V Versicherungsgruppe, werden diese in Vorleistung treten und den Versicherungsfall bedingungsgemäß regulieren.
2. Vorstehende Regelung gilt nicht für die Reise-Unfallversicherung.

§ 11 Gerichtsstand/Anzuwendendes Recht
1. Für Klagen aus dem Versicherungsverhältnis gegen den Versicherungs-nehmer bzw. die versicherte Person ist das Gericht des Ortes zuständig, an dem der Versicherungsnehmer bzw. die versicherte Person seinen bzw. ihren Wohnsitz oder in Ermangelung eines solchen seinen bzw. ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat.
2. Klagen gegen den Versicherer können bei dem Gericht am Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt des Versicherungsnehmers bzw. der versicherten Person oder bei dem Gericht am Sitz des Versicherers anhängig gemacht werden.
3. Verlegt der Versicherungsnehmer bzw. die versicherte Person nach Vertragsschluss seinen bzw. ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in einen Staat, der nicht Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum ist oder ist sein bzw. ihr Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt, ist das Gericht am Sitz des Versicherers zuständig.
4. Soweit gesetzlich zulässig, gilt deutsches Recht.

§ 12 Anzeigen und Willenserklärungen
Anzeigen und Willenserklärungen des Versicherungsnehmers, der versicherten Person und des Versicherers bedürfen der Textform (z. B. Brief, Fax, E-Mail).


II. Besondere Bestimmungen
(abhängig vom vertraglich vereinbarten Versicherungsumfang)

A. Reise-Rücktrittskosten-Versicherung

§ 1 Stornierung der Reise/ Vermittlungsentgelt
Bei Nichtantritt der Reise erstattet der Versicherer
a) die vertraglich geschuldeten Stornokosten.
b) das dem Reisevermittler vertraglich geschuldete und in Rechnung gestellte Vermittlungsentgelt, sofern der Betrag bei der Höhe der Versicherungssumme berücksichtigt wurde. Nicht versichert sind Entgelte, die dem Reisevermittler erst infolge der Stornierung geschuldet werden und sonstige Gebühren (z. B. Visagebühren o. ä.). Übersteigt das Vermittlungsentgelt den allgemein üblichen und angemessenen Umfang, kann der Versicherer die Leistung auf einen angemessenen Betrag herabsetzen.

§ 2 Versicherte Ereignisse/ Risikopersonen
1. Versicherungsschutz besteht, wenn die planmäßige Durchführung der Reise nicht zumutbar ist, weil die versicherte Person selbst oder eine Risikoperson während der Dauer des Versicherungsschutzes von einem der nachstehenden Ereignisse betroffen wird:
a) unerwartete schwere Erkrankung;
b) schwere Unfallverletzung;
c) Bruch von Prothesen und Lockerung von implantierten Gelenken;
d) Tod;
e) Impfunverträglichkeit;
f) Feststellung einer Schwangerschaft nach Versicherungsbeginn oder Komplikationen einer bereits bestehenden Schwangerschaft;
g) Schaden am Eigentum durch Feuer, Explosion, Wasserrohrbruch, Elementarereignis oder Straftat eines Dritten (z. B. Einbruchdiebstahl), sofern der Schaden erheblich ist oder die Anwesenheit der versicherten Person zur Aufklärung erforderlich ist;
h) Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber;
i) Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, sofern diese Person bei der Reisebuchung arbeitslos gemeldet war und die Agentur für Arbeit der Reise zugestimmt hat;
j) Wiederholung einer nicht bestandenen Prüfung oder Absolvierung einer Nachprüfung während der Schul- oder Hochschulausbildung, sofern die Reise vor dem Termin der nicht bestandenen Prüfung gebucht war und der Termin der Wiederholungsprüfung/Nachprüfung unerwartet in die Zeit der versicherten Reise fällt oder innerhalb von 14 Tagen nach planmäßigem Reiseende stattfinden soll; bei Schülern: unerwartete Nichtversetzung (maßgeblich ist das letzte Zwischenzeugnis);
k) unerwartete Einberufung zum Grundwehrdienst, zu einer Wehrübung oder zum Zivildienst, sofern der Termin nicht verschoben werden kann und die Stornokosten nicht von einem Kostenträger übernommen werden;
l) Arbeitgeberwechsel, vorausgesetzt, die Reise wurde vor Kenntnis des Arbeitgeberwechsels gebucht und die Reisezeit fällt in die Probezeit der neuen beruflichen Tätigkeit, maximal jedoch in die ersten sechs Monate der neuen beruflichen Tätigkeit;
m) Trennung vom Ehepartner und Stellen des Scheidungsantrages unmittelbar
vor einer gemeinsamen Reise des betroffenen Ehepaares;
n) Eintreffen einer unerwarteten gerichtlichen Vorladung der versicherten Person, vorausgesetzt das zuständige Gericht akzeptiert die Reisebuchung nicht als Grund zur Verschiebung der Vorladung.
2. Versicherungsschutz besteht, sofern vertraglich mit dem Reiseveranstalter vereinbart und auf der Reisebestätigung/Rechnung ausgewiesen, für die vertraglich geschuldeten Stornokosten, sofern
a) die versicherte Person für einen Zeitraum von mindestens drei aufeinanderfolgenden Monaten von konjunkturbedingter Kurzarbeit betroffen wird,
b) sich der regelmäßige monatliche Brutto-Vergütungsanspruch dieser Person aufgrund der Kurzarbeit um mindestens 30 % je Monat verringert,
c) bei Buchung der versicherten Reise mit Eintritt des Ereignisses nicht zu rechnen war,
d) die Stornierung aufgrund dieses Ereignisses erfolgte und
e) der versicherten Person die planmäßige Durchführung der Reise deshalb nicht zumutbar ist.
3. Reisegarantie bei Verlust des Arbeitsplatzes Der Versicherer erstattet, sofern vertraglich mit dem Reiseveranstalter vereinbart und auf der Reisebestätigung/Rechnung ausgewiesen, bei Antritt der Reise anstatt der Stornokosten die vertraglich geschuldete Restzahlung, sofern ein Versicherungsfall gemäß § 2 h) vorliegt. Die Erstattung erfolgt nach erfolgtem Reiseantritt.
4. Risikopersonen sind
a) die Angehörigen der versicherten Person;
b) diejenigen, die nicht mitreisende minderjährige oder pflegebedürftige Angehörige betreuen;
c) die Mitreisenden sowie deren Angehörige und Betreuungspersonen, sofern nicht mehr als vier Personen und ggf. zwei weitere mitreisende minderjährige Kinder die Reise gemeinsam gebucht haben. Mitreisende Angehörige gelten immer als Risikopersonen.

§ 3 Storno-Informations-Service
1. Der Storno-Informations-Service informiert die versicherte Person zu den Stornierungsmöglichkeiten (wann storniert werden sollte), wenn die versicherte Person nach Buchung der Reise erkrankt, eine Unfallverletzung erleidet oder ein sonstiger Versicherungsfall eingetreten ist. Für die Nutzung des Informationsdienstes ist die unverzügliche Information über den eingetretenen Versicherungsfall sowie das Vorliegen des vollständig ausgefüllten Antrages nebst notwendigen Anlagen erforderlich.
2. Kann die versicherte Reise entgegen der Einschätzung des Storno-Informations-Service doch nicht angetreten werden, gilt die Stornierung als unverzüglich, wenn sie zu dem Zeitpunkt erfolgt, an welchem die Reiseunfähigkeit feststeht.
3. Storniert die versicherte Person entgegen des Rates des Storno-Informations-Service die Reise zunächst nicht und wird die Reise später aufgrund dieser Erkrankung, Unfallverletzungen oder einem sonstigen Versicherungsfall doch nicht angetreten, erstattet der Versicherer max. bis zur Höhe der Stornokosten, die bei unverzüglicher Stornierung angefallen wären.

§ 4 Verspäteter Reiseantritt
Der Versicherer erstattet die nachgewiesenen Mehrkosten der Hinreise sowie den anteiligen Reisepreis nicht genutzter Reiseleistungen vor Ort, wenn die Reise aus versichertem Grund oder wegen einer Verspätung öffentlicher Verkehrsmittel um mindestens zwei Stunden verspätet angetreten wird. Erstattet werden die Mehrkosten entsprechend der ursprünglich gebuchten Art und Qualität bis zur Höhe der Stornokosten, die bei Nichtantritt der Reise angefallen wären.

§ 5 Selbstbehalt
Sofern nicht anders vereinbart, beträgt der Selbstbehalt in jedem Versicherungsfall 20 % des erstattungsfähigen Schadens, mindestens jedoch EUR 25,- je Person/Objekt. Bei Tarifen ohne Selbstbehalt entfällt dieser vollständig.

§ 6 Zusätzliche Obliegenheiten nach Eintritt des Versicherungsfalls
Die versicherte Person ist verpflichtet,
a) nach Eintritt des Versicherungsfalls die Reise unverzüglich zu stornieren, um die Stornokosten niedrig zu halten und die Stornorechnung nebst Versicherungsnachweis im Original einzureichen;
b) bei der Nutzung des Storno-Informations-Service unverzüglich über den eingetretenen Versicherungsfall zu informieren;
c) schwere Unfallverletzung, unerwartete schwere Erkrankung, Schwangerschaft, Bruch von Prothesen, Lockerung von implantierten Gelenken und Impfunverträglichkeit durch ein ärztliches Attest, psychische Erkrankungen durch Attest eines Facharztes für Psychiatrie nachzuweisen;
d) zum Nachweis des versicherten Ereignisses auf Verlangen des Versicherers - eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung einzureichen; - der Einholung eines fachärztlichen Attestes durch den Versicherer über die Art und Schwere der Krankheit sowie die Unzumutbarkeit zur planmäßigen Durchführung der Reise zuzustimmen und dem Arzt die notwendige Untersuchung zu gestatten;
e) im Todesfall eine Sterbeurkunde vorzulegen;
f) sämtliche sonstigen Schadenereignisse durch geeignete Nachweise zu belegen;
g) bei Kurzarbeit gemäß Teil A § 2 Ziff. 2, sofern vertraglich mit dem Reiseveranstalter vereinbart und auf der Reisebestätigung / Rechnung ausgewiesen, eine Bestätigung des Arbeitgebers über den Zeitpunkt des Beschlusses und die Dauer der Kurzarbeit, sowie über das Maß der Verminderung des Vergütungsanspruchs als Nachweis einzureichen;
h) bei Inanspruchnahme der Reisegarantie gemäß Teil A § 2 Ziff. 3, sofern vertraglich mit dem Reiseveranstalter vereinbart und auf der Reisebestätigung / Rechnung ausgewiesen, die Teilnahme an der Reise, die unerwartete betriebsbedingte Kündigung sowie die Erbringung der Restzahlung durch geeignete Nachweise zu belegen.

§ 7 Allgefahren - / All inclusive Deckungserweiterung
Folgender erweiterter Versicherungsschutz besteht mit der Allgefahren-Deckung, sofern diese vertraglich vereinbart und auf dem Versicherungsnachweis / der Buchungsbestätigung ausgewiesen ist.
1. Ergänzend zu § 1 a) gelten in der Allgefahren Deckungserweiterung Versicherungssummen bzw. Reisepreise bis max. EUR 10.000,- pro Person bzw. max. EUR 20.000,- pro Buchung als versichert.
2. Ergänzend zu § 2 Ziff. 1 a) - n) besteht auch Versicherungsschutz, wenn während der Dauer des Versicherungsschutzes aufgrund eines anderen die versicherte Person betreffenden, persönlichen, beleg- und nachweisbaren unerwarteten Ereignisses die versicherte Person die gebuchte Reise nicht antreten kann und dies unverzüglich nach Bekanntwerden beim Versicherer angezeigt sowie die Reise storniert hat.
3. Nicht versichert sind, ergänzend zu § 4 der Allgemeinen Bestimmungen, Schadenereignisse
a) aufgrund Irrtum bei der Auswahl des Reisezieles und der Reiseart (z. B. Destination, Hotel, Rundreise, Transportmittel etc.) des anbietenden Unternehmens und / oder dessen Leistungsträger; b) aufgrund Mehrfachbuchungen mit sich überschneidenden Reisezeiten;
c) aufgrund Reiseunlust;
d) aufgrund Befürchtung vor Erkrankung oder Ansteckungsgefahr (z.B. aufgrund hygienischer Verhältnisse im Reiseland etc.);
e) die zum Zeitpunkt der Reise- bzw. Versicherungsbuchung bereits bestehen oder vorhersehbar waren;
f) aufgrund finanzieller Einbußen, es sei denn diese sind auf die versicherten Ereignisse gem. § 2 Ziff. 1 g), h) zurückzuführen;
g) die vorsätzlich herbeigeführt wurden. Bei grob fahrlässiger Herbeiführung des Versicherungsfalles ist der Versicherer berechtigt, seine Leistung in einem der Schwere des Verschuldens der versicherten Person entsprechenden Verhältnis zu kürzen;
h) die mittelbar oder unmittelbar auf Naturkatastrophen, seismische Phänomene oder Witterungseinflüsse zurückzuführen sind, es sei denn diese sind auf die versicherten Ereignisse gem. § 2 Ziff. 1 g) zurückzuführen;
i) aufgrund höherer Gewalt.
4. Ergänzend zu § 5 beträgt der Selbstbehalt in der Allgefahren-Deckung in jedem Versicherungsfall 20% des erstattungsfähigen Schadens, mindestens jedoch EUR 50,- je Person / Objekt, sofern nicht anders vertraglich vereinbart. Bei Tarifen ohne Selbstbehalt entfällt dieser vollständig.


B. Reiseabbruch-Versicherung

§ 1 Versicherte Ereignisse/ Risikopersonen
Versichert gelten die Ereignisse/Risikopersonen gemäß A § 2 Ziff. 1 a) - g) bzw. § 2 Ziff.

§ 2 Nicht in Anspruch genommene Reiseleistungen
Der Versicherer erstattet
a) den anteiligen Reisepreis für nicht genutzte Reiseleistungen vor Ort, sofern die Reise aus versichertem Grund vorzeitig abgebrochen wird.
b) den anteiligen Reisepreis für nicht genutzte Reiseleistungen, wenn die versicherte Person eine Reiseleistung vorübergehend nicht wahrnehmen kann, weil sie wegen unerwarteter schwerer Erkrankung oder schwerer Unfallverletzung stationär behandelt werden muss.

§ 3 Mehrkostenversicherung (Außerplanmäßige Beendigung/Unterbrechung einer Reise)
1. Der Versicherer erstattet unter den genannten Voraussetzungen
a) die zusätzlichen Rückreisekosten bei nicht planmäßiger Beendigung der Reise aus versichertem Grund;
b) die zusätzlichen Rückreisekosten, wenn die versicherte Person infolge der Verspätung eines öffentlichen Verkehrsmittels um mindestens zwei Stunden ein Anschlussverkehrsmittel versäumt und deshalb die Heimreise verspätet fortsetzen muss;
a) notwendige und angemessene Mehrkosten für Verpflegung und Unterkunft bis zu EUR 150,-, die durch Ereignisse gemäß der Ziffern a) und b) verursacht wurden;
d) Mehrkosten der außerplanmäßigen Rückreise oder des verlängerten Aufenthaltes infolge eines Elementarereignisses am Urlaubsort oder Wohnort, wenn deswegen die Reise nicht planmäßig beendet werden kann oder die Anwesenheit der versicherten Person an ihrem Wohnort zwingend erforderlich ist;
a) die zusätzlichen Kosten für die Unterkunft, wenn die versicherte Person oder eine mitreisende Risikoperson aufgrund schwerer Unfallverletzung oder unerwarteter schwerer Erkrankung reiseunfähig wird und deshalb die Reise nicht planmäßig beenden kann - bis zu EUR 2.500,-, sofern sich eine mitreisende Risikoperson in stationärer Behandlung befindet, - bis zu EUR 750,-, sofern eine ambulante Behandlung der versicherten Person oder einer mitreisenden Risikoperson erfolgt;
b) Nachreisekosten zum Wiederanschluss an die Reisegruppe, wenn die versicherte Person der gebuchten Rundreise (auch Kreuzfahrt) aus versichertem Grund vorübergehend nicht folgen kann, höchstens jedoch den anteiligen Reisepreis der noch nicht genutzten weiteren Reiseleistungen vor Ort.
2. Voraussetzung für den Versicherungsschutz gemäß
1. a) - f) ist, dass die entsprechenden Reiseleistungen (Unterkunft, Rückreise) mitgebucht und mitversichert wurden. Bei der Erstattung der Kosten wird auf die ursprünglich gebuchte Art und Qualität abgestellt.

§ 4 Selbstbehalt
Sofern nicht anders vereinbart, beträgt der Selbstbehalt in jedem Versicherungsfall 20 % des erstattungsfähigen Schadens, mindestens jedoch EUR 25,- je Person/Objekt. Bei Tarifen ohne Selbstbehalt entfällt dieser vollständig.

§ 5 Zusätzliche Obliegenheiten nach Eintritt des Versicherungsfalls
Es gelten die Regelungen gemäß A. § 6 c) bis f).

§ 6 Allgefahren / All inclusive Deckungserweiterung
Folgender erweiterter Versicherungsschutz besteht mit der Allgefahren-Deckung, sofern diese vertraglich vereinbart und auf dem Versicherungsnachweis / der Buchungsbestätigung ausgewiesen ist.
1. Ergänzend zu § 2 a) gelten in der Allgefahren-Deckung Versicherungssummen bzw. Reisepreise bis max. EUR 10.000,- pro Person bzw. max. EUR 20.000,- pro Buchung als versichert.
2. Ergänzend zu § 1 besteht auch Versicherungsschutz, wenn während der Dauer des Versicherungsschutzes aufgrund eines anderen die versicherte Person betreffenden, persönlichen, beleg- und nachweisbaren unerwarteten Ereignisses die versicherte Person die gebuchte und angetretene Reise unerwartet vorzeitig abbrechen muss und dies unverzüglich nach Bekanntwerden beim Versicherer und Reiseveranstalter angezeigt hat.
3. Ergänzend zu § 2 a) besteht auch Versicherungsschutz, wenn während der Dauer des Versicherungsschutzes infolge eines Elementarereignisses am Urlaubsort oder Wohnort, sofern die Anwesenheit der versicherten Person an ihrem Wohnort zwingend erforderlich ist, die versicherter Person die Reise unerwartet vorzeitig abbrechen muss und dies unverzüglich nach Bekanntwerden beim Versicherer und Reiseveranstalter angezeigt hat.
4. Nicht versichert sind, ergänzend zu § 4 der Allgemeinen Bestimmungen, Schadenereignisse
a) aufgrund Irrtum oder Unzufriedenheit bei der Auswahl des Reisezieles und der Reiseart (z. B. Destination, Hotel, Rundreise, Transportmittel etc.) des anbietenden Unternehmens und / oder dessen Leistungsträger;
b) aufgrund Reiseunlust;
c) aufgrund Befürchtung vor Erkrankung oder Ansteckungsgefahr (z.B. aufgrund hygienischer Verhältnisse im Reiseland oder in der Unterkunft etc.);
d) die zum Zeitpunkt der Reise- bzw. Versicherungsbuchung bereits bestehen oder vorhersehbar waren;
e) aufgrund finanzieller Einbußen, es sei denn diese sind auf die versicherten Ereignisse gem. A § 2 Ziff. 1 g) zurückzuführen;
f) die vorsätzlich herbeigeführt wurden, bei grob fahrlässiger Herbeiführung des Versicherungsfalles ist der Versicherer berechtigt, seine Leistung in einem der Schwere des Verschuldens der versicherten Person entsprechenden Verhältnis zu kürzen;
g) die mittelbar oder unmittelbar auf Naturkatastrophen, seismische Phänomene oder Witterungseinflüsse zurückzuführen sind, es sei denn diese sind auf die versicherten Ereignisse gem. A § 2 Ziff. 1 g) oder B § 6 Ziff. 3
zurückzuführen;
h) aufgrund höherer Gewalt.
5. Ergänzend zu § 4 beträgt der Selbstbehalt in der Allgefahren-Deckung in jedem Versicherungsfall 20% des erstattungsfähigen Schadens, mindestens jedoch EUR 50,- je Person / Objekt, sofern nicht anders vertraglich vereinbart. Bei Tarifen ohne Selbstbehalt entfällt dieser vollständig.


C. Umbuchungsgebührenschutz

§ 1 Versicherungsumfang
Der Versicherer ersetzt bei Umbuchung innerhalb der gebuchten Saison bis zu 42 Tagen vor Reiseantritt die vertraglich geschuldeten Umbuchungsgebühren bis zu EUR 40,- je versicherter Person, bei Objektbuchungen bis max. EUR 40,- je Objekt.


D. Reise-Krankenversicherung

§ 1 Gegenstand der Versicherung
Der Versicherer leistet Entschädigung bei auf der versicherten Reise akut eintretenden Krankheiten und Unfällen für die Kosten der Heilbehandlung im Ausland sowie der Krankentransporte und der Überführung bei Tod. Als Ausland gilt nicht das Land, in dem die versicherte Person ihren ständigen Wohnsitz hat.

§ 2 Heilbehandlungen im Ausland
1. Der Versicherer erstattet die Kosten der im Ausland notwendigen Heilbehandlungen, die von Ärzten durchgeführt oder verordnet werden. Dazu gehören insbesondere
a) stationäre Behandlungen im Krankenhaus einschließlich Operationen;
b) ambulante Heilbehandlungen;
c) Arznei-, Heil- und Verbandsmittel;
d) Heilbehandlungen des neugeborenen Kindes bei einer Frühgeburt bis zu EUR 100.000,-;
e) schmerzstillende Zahnbehandlungen einschließlich Zahnfüllungen in einfacher Ausfertigung sowie Reparaturen von Zahnersatz und Zahnprothesen bis zu insgesamt EUR 350,- je Versicherungsfall;
f) Hilfsmittel (z. B. Gehhilfen, Miete eines Rollstuhls, Prothesen), sofern sie aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit erstmals notwendig werden, bis zu insgesamt EUR 350,- je Versicherungsfall;
g) Massagen, Fangoanwendungen, Akupunktur, außer diese Behandlungen finden im Rahmen eines Kuraufenthaltes statt.
2. Der Versicherer erstattet die Kosten der Heilbehandlung bis zum Tag der Transportfähigkeit, sofern der Krankenrücktransport bis zum Ende der versicherten Reise wegen Transportunfähigkeit der versicherten Person nicht möglich ist.
3. Die versicherte Person erhält bei medizinisch notwendiger vollstationärer Heilbehandlung im Ausland anstelle des Kostenersatzes wahlweise ein Krankenhaustagegeld von EUR 50,- pro Tag, maximal für 30 Tage ab Beginn der stationären Behandlung. Das Wahlrecht ist unverzüglich bei Beginn der stationären Behandlung gegenüber dem Versicherer auszuüben.
4. Versicherte Personen mit ständigem Wohnsitz in Deutschland erhalten abweichend von § 1 auch bei Reisen innerhalb Deutschlands ein Krankenhaustagegeld gemäß § 2 Ziff. 3.
5. Muss ein mitversichertes Kind bis einschließlich 12 Jahre stationär behandelt werden, erstattet der Versicherer die Kosten für die Unterbringung einer Begleitperson im Krankenhaus (Rooming In).
6. Telefonkosten zur Kontaktaufnahme mit der Notrufzentrale des Versicherers werden bis zu EUR 25,- je Versicherungsfall erstattet.

§ 3 Krankentransporte/ Überführung
Der Versicherer erstattet die Kosten für
a) den medizinisch sinnvollen und vertretbaren Krankenrücktransport an den Wohnort der versicherten Person bzw. in das dem Wohnort nächstgelegene geeignete Krankenhaus;
b) Krankentransporte zum stationären Aufenthalt in das Krankenhaus im Ausland und zurück in die Unterkunft am Urlaubsort;
c) die Überführung zum Bestattungsort oder die Bestattung im Ausland.

§ 4 Ausschlüsse/Einschränkungen
1. Nicht vom Versicherungsschutz umfasst sind
a) Heilbehandlungen, die ein Anlass für den Reiseantritt waren;
b) Heilbehandlungen, bei denen der versicherten Person bei Reiseantritt bekannt war, dass sie bei planmäßiger Durchführung der Reise aus medizinischen Gründen stattfinden mussten;
c) Hypnosen, psychoanalytische und psychotherapeutische Behandlungen;
d) Zahnbehandlungen und Aufwendungen für Hilfsmittel und Prothesen, die über den Umfang gemäß § 2 Ziff. 1 e) und f) hinausgehen;
e) Unfall- oder Krankheitskosten, deren (Mit-)Ursache Alkoholeinfluss oder Drogenmissbrauch ist;
f) Pflegebedürftigkeit oder Verwahrung.

§ 5 Zusätzliche Obliegenheiten nach Eintritt des Versicherungsfalls
1. Die versicherte Person ist verpflichtet,
a) vor Beginn einer stationären Heilbehandlung sowie vor Durchführung von Krankenrücktransporten unverzüglich Kontakt zur Notrufzentrale des Versicherers aufzunehmen;
b) dem Versicherer die Rechnungsoriginale oder Zweitschriften mit einem Originalerstattungsstempel eines anderen Leistungsträgers über die gewährten Leistungen vorzulegen; diese werden Eigentum des Versicherers.

§ 6 Selbstbehalt
Sofern nicht anders vereinbart, trägt die versicherte Person einen Selbstbehalt von EUR 75,- je Versicherungsfall. Bei Tarifen ohne Selbstbehalt entfällt dieser vollständig.


E. 24h-Notfall-Assistance

§ 1 Gegenstand der Versicherung
Der Versicherer erbringt durch seine 24h-Notrufzentrale Beistandsleistungen in den nachstehenden Notfällen, die der versicherten Person während der Reise zustoßen.

§ 2 Krankheit/ Unfall
1. Medizinische Versorgung im Reiseziel
a) Die Notrufzentrale informiert auf Anfrage vor und während der Reise über die Möglichkeiten ärztlicher Versorgung und benennt, falls möglich, einen Deutsch oder Englisch sprechenden Arzt.
a) Benötigt die versicherte Person Arzneimittel, die ihr auf der Reise abhanden gekommen sind, übernimmt die Notrufzentrale die Beschaffung und den Versand der Ersatzpräparate. Die Kosten der Präparate sind von der versicherten Person binnen eines Monats nach Rechnungsstellung zurückzuerstatten.
2. Krankenhausaufenthalt Bei stationärer Behandlung der versicherten Person in einem Krankenhaus erbringt die Notrufzentrale folgende Leistungen:
a) Betreuung
Die Notrufzentrale stellt bei Bedarf über einen von ihr beauftragten Arzt den Kontakt zum jeweiligen Hausarzt sowie zu den behandelnden Krankenhausärzten her und sorgt für die Übermittlung von Informationen zwischen den beteiligten Ärzten.
b) Krankenbesuch
Sofern gewünscht, organisiert die Notrufzentrale die Reise einer der versicherten Person nahe stehenden Person zum Ort des Krankenhausaufenthaltes und von dort zurück zum Wohnort, sofern der Krankenhausaufenthalt voraussichtlich länger als fünf Tage dauert. Die Kosten der Beförderung übernimmt der Versicherer.
c) Kostenübernahmegarantie und Abrechnung
Der Versicherer gibt gegenüber dem Krankenhaus eine Kostenübernahmegarantie bis zu EUR 15.000,- ab. Er übernimmt namens und im Auftrag der versicherten Person die Abrechnung mit den zuständigen Kostenträgern. Soweit diese die vom Versicherer gezahlten Beträge nicht übernehmen, sind sie von der versicherten Person binnen eines Monats nach Rechnungsstellung an den Versicherer zurückzuzahlen.
3. Krankenrücktransport
Sobald es medizinisch sinnvoll und vertretbar ist, organisiert die Notrufzentrale den Krankenrücktransport der versicherten Person mit medizinisch adäquaten Transportmitteln (einschließlich Ambulanzflugzeugen) an den Wohnort der versicherten Person oder in das dem Wohnort nächstgelegene geeignete Krankenhaus.

§ 3 Tod
Stirbt die versicherte Person während der Reise, organisiert die Notrufzentrale auf Wunsch der Angehörigen die Bestattung im Ausland oder die Überführung der verstorbenen Person zum Bestattungsort.

§ 4 Such-, Rettungs- und Bergungskosten
Erleidet die versicherte Person einen Unfall und muss sie deswegen gesucht, gerettet oder geborgen werden, erstattet der Versicherer die Kosten bis zu EUR 5.000,-.

§ 5 Verlust von Reisezahlungsmitteln, Reisedokumenten und Reisegepäck
1. Kommt die versicherte Person in eine finanzielle Notlage, weil ihre Reisezahlungsmittel abhanden gekommen sind, stellt die Notrufzentrale den Kontakt zur Hausbank her und unterstützt diese bei der Übermittlung des zur Verfügung gestellten Betrags. Ist eine Kontaktaufnahme zur Hausbank innerhalb von 24 Stunden nicht möglich, stellt der Versicherer der versicherten Person ein Darlehen bis zu EUR 1.500,- zur Verfügung. Das Darlehen ist binnen eines Monats nach Beendigung der Reise an den Versicherer zurückzuzahlen.
2. Bei Verlust von Kredit- oder EC- bzw. Maestro-Karten hilft die Notrufzentrale bei der Sperrung der Karten. Die Notrufzentrale haftet jedoch nicht für den ordnungsgemäßen Vollzug der Sperrung und für etwaig entstehende Vermögensschäden.
3. Bei Verlust von Reisedokumenten hilft die Notrufzentrale bei der Ersatzbeschaffung.
4. Bei Verlust von Reisegepäck ist die Notrufzentrale bei dessen Auffindung behilflich

§ 6 Strafverfolgungsmaßnahmen
Wird die versicherte Person verhaftet oder mit Haft bedroht, ist die Notrufzentrale bei der Beschaffung eines Anwalts und eines Dolmetschers behilflich. Der Versicherer verauslagt Gerichts-, Anwalts- und Dolmetscherkosten bis zu EUR 5.000,- sowie ggf. eine Strafkaution bis zu EUR 15.000,-. Die verauslagten Beträge sind spätestens drei Monate nach Auszahlung an den Versicherer zurückzuerstatten.

§ 7 Übermittlung von Informationen/ Reiseruf
1. Auf Anfrage der versicherten Person informiert die Notrufzentrale über die nächstgelegene diplomatische Vertretung (Anschrift und telefonische Erreichbarkeit) sowie über Reisewarnungen und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland.
2. Bei Änderungen im Reiseablauf oder bei einer aktuellen Notlage der versicherten Person bemüht sich die Notrufzentrale auf deren Wunsch um die Informationsweitergabe an Dritte.
3. Wenn die versicherte Person während der Reise nicht erreicht werden kann, bemüht sich die Notrufzentrale um einen Reiseruf. Die Kosten hierfür übernimmt der Versicherer.

§ 8 Umbuchungen
Die Notrufzentrale ist bei Umbuchungen behilflich, wenn die versicherte Person
a) ein gebuchtes Verkehrsmittel versäumt oder es zu Verspätungen bzw. Ausfällen gebuchter Verkehrsmittel kommt;
b) wegen eines Notfalls die Rückreise außerplanmäßig antritt;
c) wegen Überbuchung des Beförderungsmittels die gebuchte Reise nicht wie geplant antreten oder fortsetzen kann.

§ 9 Psychologische Hilfestellung
Gerät die versicherte Person während der Reise in eine akute Notsituation, in der sie psychologischen Beistand benötigt, leistet die Notrufzentrale telefonisch eine erste psychologische Hilfestellung.

§ 10 Betreuung und Rückholung minderjähriger Kinder
Kann ein mitreisendes minderjähriges Kind wegen Tod, schwerer Unfallverletzung oder unerwarteter schwerer Erkrankung einer mitversicherten und die das Kind betreuenden Person nicht mehr betreut werden, organisiert der Versicherer die Betreuung des Kindes sowie die Rückreise zum Wohnort und übernimmt hierfür die Kosten.

§ 11 Zusätzliche Obliegenheiten nach Eintritt des Versicherungsfalls
Die versicherte Person hat zur Inanspruchnahme der Beistandsleistungen in Notfällen unverzüglich Kontakt zur Notrufzentrale aufzunehmen.


F. Reisegepäck-Versicherung

§ 1 Versicherte Sachen
Zum versicherten Reisegepäck zählen alle Sachen des persönlichen Reisebedarfs der versicherten Person, einschließlich Geschenke und Reiseandenken.

§ 2 Gegenstand der Versicherung
1. Mitgeführtes Reisegepäck Der Versicherer leistet Entschädigung, wenn mitgeführtes Reisegepäck ab-handenkommt oder beschädigt wird, und zwar durch Straftat eines Dritten, Unfall eines Transportmittels, Feuer, Explosion oder Elementarereignisse.
2. Aufgegebenes Reisegepäck Der Versicherer leistet Entschädigung
a) wenn aufgegebenes Reisegepäck abhandenkommt oder beschädigt wird, während es sich im Gewahrsam eines Beförderungsunternehmens, einer Gepäckaufbewahrung oder eines Beherbergungsbetriebes befindet;
b) für notwendige Ersatzkäufe bis zu EUR 500,- je Versicherungsfall, wenn aufgegebenes Reisegepäck den Bestimmungsort wegen verzögerter Beförderung nicht am selben Tag wie die versicherte Person erreicht.

§ 3 Ausschlüsse/Einschränkungen
1. Nicht versichert sind
a) Geld, Wertpapiere, Fahrkarten und Dokumente aller Art mit Ausnahme von amtlichen Ausweisen und Visa;
b) Sportgeräte, soweit sie sich in bestimmungsgemäßem Gebrauch befinden;
c) Vermögensfolgeschäden.
2. Einschränkungen des Versicherungsschutzes:
a) Brillen, Kontaktlinsen, Hörgeräte und Prothesen sowie Mobiltelefone jeweils samt Zubehör sind bis zu EUR 250,- versichert;
b) EDV-Geräte und Software einschließlich des jeweiligen Zubehörs sind bis insgesamt EUR 500,- versichert;
c) Video- und Fotoapparate einschließlich Zubehör sowie Schmucksachen und Kostbarkeiten sind als aufgegebenes Reisegepäck nicht versichert.
Als mitgeführtes Reisegepäck sind diese Gegenstände bis insgesamt 50 % der Versicherungssumme versichert;
d) Geschenke und Reiseandenken sind insgesamt bis zu 15 % der Versicherungssumme versichert;
e) Versicherungsschutz für Schäden am Reisegepäck während des Zeltens und Campings besteht nur auf offiziell eingerichteten Campingplätzen;
f) Reisegepäck ist in einem abgestellten Kraftfahrzeug und daran angebrachten Behältnissen nur dann versichert, wenn das Kraftfahrzeug bzw. die Behältnisse durch Verschluss gesichert sind und der Schaden zwischen 6.00 Uhr und 22.00 Uhr eintritt. Bei Fahrtunterbrechungen, die nicht länger als jeweils zwei Stunden dauern, besteht zu jeder Uhrzeit Versicherungsschutz.
3. Führt die versicherte Person den Schaden grob fahrlässig herbei, so ist der Versicherer berechtigt, seine Leistung in einem der Schwere des Verschuldens der versicherten Person entsprechenden Verhältnis zu kürzen.

§ 4 Höhe der Entschädigung
Im Versicherungsfall ersetzt der Versicherer bis zur Höhe der Versicherungssumme für
a) abhanden gekommene oder zerstörte Sachen den Betrag, der allgemein erforderlich ist, um neue Sachen gleicher Art und Güte anzuschaffen, abzüglich eines dem Zustand der versicherten Sache (Alter, Abnutzung, Gebrauch etc.) entsprechenden Betrages (Zeitwert);
b) beschädigte Sachen die notwendigen Reparaturkosten und ggf. eine verbleibende Wertminderung, höchstens jedoch den Zeitwert;
c) Filme, Bild-, Ton- und Datenträger den Materialwert;
d) amtliche Ausweise und Visa die amtlichen Gebühren der Wiederbeschaffung.

§ 5 Zusätzliche Obliegenheiten nach Eintritt des Versicherungsfalls
1. Die versicherte Person ist verpflichtet, Schäden durch strafbare Handlungen unverzüglich der nächstzuständigen oder nächsterreichbaren Polizeidienststelle unter Einreichung einer Liste aller in Verlust geratenen Sachen anzuzeigen, sich dies bestätigen zu lassen und dem Versicherer hierüber eine Bescheinigung einzureichen.
2. Schäden an aufgegebenem Reisegepäck sind dem Beförderungsunternehmen, dem Beherbergungsbetrieb bzw. der Gepäckaufbewahrung unverzüglich zu melden. Äußerlich nicht erkennbare Schäden sind nach der Entdeckung unverzüglich und unter Einhaltung der jeweiligen Reklamationsfrist, spätestens innerhalb von sieben Tagen nach Aushändigung des Reisegepäckstücks, schriftlich anzuzeigen. Dem Versicherer sind entsprechende Bescheinigungen vorzulegen.

§ 6 Selbstbehalt
Sofern nicht anders vereinbart, trägt die versicherte Person einen Selbstbehalt von EUR 75,- je Versicherungsfall. Bei Tarifen ohne Selbstbehalt entfällt dieser vollständig. Fragen und Schadenmeldungen richten Sie bitte an die von der R+V Versicherungsgruppe bevollmächtigte:
MDT Makler der Touristik GmbH Assekuranzmakler
Daimlerstr. 1 K
63303 Dreieich
Tel.: +49 (0) 180 - 50 147 42*
Fax: +49 (0) 180 - 50 147 43 * 0,14 EUR/Min. aus dem dt. Festnetz, höchstens 0,42 EUR/Min. aus dt. Mobilfunknetzen Email: info@mdt24.de
Bitte wenden Sie sich nur an die Notrufzentrale:
- wenn Sie in ein Krankenhaus zur stationären Behandlung müssen. Die Notrufzentrale hilft Ihnen bei der Suche nach einem geeigneten Krankenhaus und übernimmt die Abrechnung der Kosten;
- wenn ein Krankenrücktransport durchgeführt werden soll;
- wenn Sie während der Reise weitere Hilfeleistungen im Rahmen der 24h-Notfall-Assistance benötigen.
Sie erreichen die Notrufzentrale Tag und Nacht:
+49 (0) 611 - 533-6837
Wir bitten um Verständnis, dass allgemeine Fragen unter dieser Notrufnummer nicht beantwortet werden können. Bei allgemeinen Fragen hilft Ihnen gerne Ihr Reisebüro, Ihr Reiseveranstalter, Ihre Reiseleitung im Zielgebiet oder das Service-Center der MDT Makler der Touristik GmbH Assekuranzmakler unter +49 (0) 180 50 147-42*.

Storno-Informations-Service (SIS)
Grundsätzlich sind Sie verpflichtet Ihre Reise bei Eintritt eines Versicherungsfalls unverzüglich zu stornieren. Da wir wissen, dass die Entscheidung eine geplante Reise abzusagen immer schwer fällt und die Verunsicherung groß ist, z. B. bei Eintreten einer unerwarteten Erkrankung oder eines Unfalls, bieten wir Ihnen den kostenlosen Storno-Informations-Service an. Das Team des Storno-Informations-Service informiert Sie zu Ihren Stornierungsmöglichkeiten (wann storniert werden sollte) und der Versicherer übernimmt hierfür auch evtl. höhere Stornokosten, falls Sie entgegen der Einschätzung doch nicht verreisen können. Somit haben Sie die Chance, trotz z. B. plötzlicher Erkrankung Ihren geplanten Urlaub noch anzutreten und falls doch eine Stornierung erforderlich sein sollte, übernimmt der Versicherer das finanzielle Risiko der höheren Stornokosten bei einer späteren Stornierung für Sie. Um von diesem kostenlosen Service profitieren zu können, informieren Sie uns bitte unverzüglich über den Versicherungsfall (z. B. Ihre Erkrankung) per E-Mail unter: storno@mdt24.de oder Fax: +49 (0) 180 50 147-43*.
Für Ihre Meldung benötigen wir folgende Unterlagen:
- Vollständig ausgefüllten SIS-Antrag (Das entsprechende Formular finden Sie unter www.mdt24.de/storno)
- Ärztliche Bescheinigung bzw. anderer Nachweis des Versicherungsfalls. Nach Eingang der vollständigen Unterlagen erfolgt innerhalb von 2 Arbeitstagen eine Information des Storno-Informations-Service.
Aufsichtsbehörde:
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn.

Hinweis zum Bundesdatenschutzgesetz (BDSG):
Im Versicherungsfall werden Daten gespeichert und ggf. an die in Frage kommenden Verbände der Versicherungswirtschaft und die betreffenden Rückversicherer sowie an Ärzte und Hilfsorganisationen übermittelt, soweit dies zur ordnungsgemäßen Durchführung der vertraglichen Beziehung erforderlich ist. Die Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes zur Datenübermittlung bleiben unberührt. Die Anschriften der jeweiligen Datenempfänger werden auf Wunsch übermittelt. Die komplette Abwicklung, Vertrags- und Schadenbearbeitung erfolgt für die R+V Versicherungsgruppe durch die MDT Makler der Touristik GmbH Assekuranzmakler:
MDT Makler der Touristik GmbH
Assekuranzmakler
Daimlerstr. 1 k
63303 Dreieich
Tel. +49 (0) 180 50 147-42* Fax: +49 (0) 180 50 147-43*
Email: info@mdt24.de Glossar zu Versicherungsbedingungen für Reiseversicherungen der MDT Makler der Touristik GmbH Assekuranzmakler (VB MDT 2010-A/SLR) für die R+V Versicherungsgruppe

Angehörige
Als Angehörige gelten z.B. der Ehe- bzw. Lebenspartner oder Lebensgefährte in häuslicher Gemeinschaft, Kinder, Eltern, Adoptivkinder, Adoptiveltern, Stiefkinder, Stiefeltern, Großeltern, Geschwister, Enkel, Tanten, Onkel, Nichten, Neffen, Schwiegereltern, Schwiegerkinder und Schwäger der versicherten Person. Generell gibt es keine Einschränkungen im Verwandtschaftsgrad. Es ist allerdings ein Nachweis über die Verwandtschaft zu erbringen.

Allgefahren / All inclusive / All Risk
Versicherungsform, bei der versicherte Sachen grundsätzlich gegen alle denkbaren Gefahren bis auf die ausdrücklich in den Versicherungsbedingungen genannten Ausschlüsse versichert sind.

Ausland
Als Ausland gilt nicht Deutschland und nicht das Land, in dem die versicherte Person einen ständigen Wohnsitz hat oder in dem sich die versicherte Person regelmäßig länger als 3 Monate im Jahr aufhält.

Ausweispapiere
Ersatz der amtlichen Gebühren für die Wiederbeschaffung von Ausweis- und Kfz-Papieren, wie z. B. Personalausweis, Reisepass, Führerschein etc.

Betreuungspersonen
Betreuungspersonen sind diejenigen, die mitreisende oder nicht mitreisende minderjährige oder pflegebedürftige Angehörige der versicherten Person betreuen.

Erkrankung (unerwartete schwere Erkrankung)
Eine unerwartete Erkrankung ist eine Erkrankung, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bzw. der Versicherungsbuchung noch nicht bestand, nicht absehbar war und plötzlich ohne vorher erkennbare Anzeichen auftritt. Die Erkrankung trat also überraschend auf und es war mit dieser nicht zu rechnen. Erkrankungen, die zwar nicht durchgängig verlaufen, aber schon als Vorerkrankung vor Reiseantritt bestanden, gelten nicht als unerwartet. Dazu zählen auch alle chronischen Krankheiten, die beispielsweise schubförmig verlaufen wie Multiple Sklerose oder AIDS etc. Auch chronische psychische Erkrankungen, die schubförmig auftreten und ärztlich oder psychotherapeutisch behandelt werden, gelten nicht als unerwartet. Bei psychischen Erkrankungen ist immer ein fachärztliches Attest einzureichen. Eine Erkrankung ist schwer, wenn sie einen solchen Grad erreicht, dass der Antritt der Reise objektiv nicht zumutbar ist.
Familie
Als Familie gelten maximal zwei Erwachsene und mindestens ein mitreisendes Kind, unabhängig vom Verwandtschaftsgrad. Volljährige Kinder sind mitversichert, solange sie sich in der Ausbildung befinden. Als Familie gilt nicht z.B. eine Kleingruppe (z.B. 2 Lehrer mit Schülern o.ä.).

grob fahrlässig Grob fahrlässig
handelt derjenige, der "die erforderliche Sorgfalt gröblich, in besonders schwerem Maße außer Acht lässt, schon einfachste, ganz naheliegende Überlegungen nicht angestellt werden und nicht beachtet, was unter den gegebenen Umständen jedem einleuchten müsste". Grob fahrlässig sind unentschuldbare Pflichtverletzungen, die das gewöhnliche Maß erheblich übersteigen.

Höhere Gewalt
Höhere Gewalt liegt vor, wenn das schadenverursachende Ereignis von außen kommend, also seinen Grund nicht in der Natur der gefährdeten Sache hat (objektive Voraussetzung) nicht vorhersehbar, keinen betrieblichen Zusammenhang aufweist und das Ereignis auch durch die äußerste, vernünftigerweise zu erwartende Sorgfalt weder abgewendet noch unschädlich gemacht werden kann (subjektive Voraussetzung). Höhere Gewalt erfordert regelmäßig einen völlig unerwarteten Eintritt eines dieser Ereignisse.

Hohe Hand - Eingriffe und Anordnungen von hoher Hand
Unter einer Anordnung oder einem Eingriff von hoher Hand wird ein rechtmäßiger oder unrechtmäßiger staatlicher Hoheitsakt verstanden (z.B. Beschlagnahme).

Gruppenvertrag
Ein Gruppenvertrag besteht zwischen dem/den Versicherer(n) und dem Reiseveranstalter als Versicherungsnehmer. Der Reisende tritt dem Gruppenversicherungsvertrag bei und ist somit versicherte Person.

Invalidität
Die dauernde Beeinträchtigung der körperlichen und/oder geistigen Leistungsfähigkeit aufgrund eines Unfalls, die zu einer ebenfalls dauernden Dienst- bzw. Berufsunfähigkeit geführt hat.

Krankentransport
Ein Krankentransport zeichnet sich dadurch aus, dass er mit einem Krankenwagen und fachgerechter Betreuung durch dafür qualifiziertes Personal erfolgt.

medizinisch notwendig
Eine Behandlungsmaßnahme ist medizinisch notwendig, wenn es nach objektiven medizinischen Befunden und wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Zeitpunkt der Behandlung vertretbar war, sie als medizinisch notwendig anzusehen. Medizinische Leistungen oder Versorgungen werden somit nur als medizinisch notwendig und angemessen erachtet, wenn
- diese erforderlich sind, um den Zustand, die Erkrankung oder Verletzung eines Patienten zu diagnostizieren oder zu behandeln;
- die Beschwerden, die Diagnose und Behandlung mit der zugrunde liegenden Erkrankung übereinstimmen;
- diese die angemessenste Art und Stufe der medizinischen Versorgung darstellen;
- diese nur über einen angemessenen Behandlungszeitraum hinweg erbracht werden.

medizinisch sinnvoll
Die Beurteilung eines medizinisch sinnvollen und vertretbaren Rücktransportes erfolgt durch einen beratenden Arzt des Versicherers (ggf. auch in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt des Kunden in Deutschland) in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt im Aufenthaltsland. Dieser erfolgt z.B. wenn die Heilungs- und Genesungschancen in Deutschland besser sind als im Reiseland.

Nachweise
Grundsätzlich müssen alle versicherten Ereignisse durch entsprechende Nachweise und Bestätigungen schriftlich belegt werden. Geeignete Nachweise sind z.B. Versicherungs- und Buchungsbestätigungen, Stornorechnungen, Arzt- und Facharztatteste und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, Bestätigungen oder Urkunden von öffentlichen Ämtern, Behörden, Reiseveranstaltern und Leistungsträgern, Arbeitgebern, Botschaften, entsprechenden Berufsträgern und anderen Stellen, die der Art nach in diese Auflistung passen.

notwendige und angemessene Mehrkosten
Notwendige und angemessene Mehrkosten beinhalten die Kosten, die aufgrund einer unausweichlichen Situation entstanden sind und die abgestellt sind auf die ursprünglich gebuchte Art und Qualität der versicherten Reiseleistung.

Objekt
Objekte sind z.B. Ferienhäuser, -wohnungen, Wohnmobile, Mietwagen, Hausboote, gecharterte Yachten sowie Autoreisezüge und Fähren. Diese werden zum Gesamtreisepreis mit dem Familien-/Objekttarif versichert.

öffentliche Verkehrsmittel
Öffentliche Verkehrsmittel sind alle für die öffentliche Personenbeförderung zugelassenen Luft-, Land- oder Wasserfahrzeuge. Nicht als öffentliche Verkehrsmittel gelten Transportmittel, die im Rahmen von Rundfahrten/Rundflügen verkehren, sowie Mietwagen und Taxis.

Pandemie
Eine Pandemie liegt vor, wenn auf weiten Teilen eines Kontinents oder mehrerer Kontinente eine infektiöse Erkrankung ausbricht (Warnstufe 6 der Weltgesundheitsorganisation WHO). Schadenereignisse im Zusammenhang mit Pandemie sind im Versicherungsschutz der R+V Versicherungsgruppe enthalten.

Reisegepäck
Unter Reisegepäck versteht man alle Sachen des persönlichen Reisebedarfs, einschließlich Geschenke und Reiseandenken.
- aufgegeben
Als aufgegebenes Gepäck wird Gepäck bezeichnet, das einem Beförderungsunternehmen, einem Beherbergungsbetrieb oder einer Gepäckaufbewahrung in Obhut gegeben wird (z.B. auch Zimmersafe im Hotel).
- mitgeführt
Als mitgeführtes Gepäck zählt Gepäck, das während der Reise nicht aufgegeben oder an ein Beförderungsunternehmen in Obhut gegeben wurde und sich im Zugriff der versicherten Person befindet (z.B. Handgepäck).

Reiseabbruch
Eine Reise gilt als abgebrochen, wenn die versicherte Person den Aufenthalt am Urlaubsziel endgültig beendet und nach Hause zurückreist.

Reiseantritt
Im Rahmen der Reise-Rücktrittskosten-Versicherung gilt die Reise mit der Inanspruchnahme der ersten gebuchten Reiseleistung als angetreten.
Als Antritt der Reise gilt in der Reise-Rücktrittskosten-Versicherung im Einzelnen:
- bei einer Flug-Reise: der Check-in (bzw. beim Vorabend-Check-in die Sicherheitskontrolle des Reisenden am Reisetag),
- bei einer Schiffs-Reise: das Einchecken auf dem Schiff,
- bei einer Bus-Reise: das Einsteigen in den Bus,
- bei einer Bahn-Reise: das Einsteigen in den Zug,
- bei einer Auto-Reise: die Übernahme eines Mietwagens oder eines Wohnmobils,
- bei Anreise mit dem eigenen PKW: der Antritt der ersten gebuchten Reiseleistung, z. B. die Übernahme der gebuchten Ferienwohnung.
- Ist eine Transfer-Leistung (z. B. rail & fly) fester Bestandteil der Gesamtreise, beginnt die Reise mit dem Antritt des Transfers (Einstieg in das Transfer-Verkehrsmittel, z. B. Bahn).
In allen übrigen Reiseversicherungen ist die Reise mit dem Verlassen der Wohnung angetreten.

- verspäteter Reiseantritt
Als verspäteter Reiseantritt zählt eine Verspätung wegen eines versicherten Ereignisses oder aufgrund einer Verspätung von mindestens zwei Stunden eines öffentlichen Verkehrsmittels.

Reiseleistung
Als Reiseleistungen gelten beispielsweise die Buchung eines Fluges, einer Schiff-, Bus-, oder Bahnfahrt, eines Bustransfers oder eines sonstigen Transportes zum Urlaubsort oder zurück bzw. die Buchung eines Hotelzimmers, einer Ferienwohnung, eines Wohnmobils, eines Hausbootes oder das Chartern einer Yacht. Die Reiseleistung ist auf der Buchungsbestätigung dokumentiert und mit einem Preis ausgezeichnet.

Reiseunlust / Reiner Interessenwegfall
Fehlendes Verlangen / Bedürfnis und Antrieb die gebuchte Reise anzutreten trotz Zumutbarkeit.

Unfall
Ein Unfall im Sinne der Reise-Unfallversicherung liegt bedingungsgemäß dann vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzliches von außen auf ihren Körper einwirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. Versicherungsschutz besteht bei Unfällen, die zum Tod oder zu dauernder Invalidität des versicherten Reisenden führen.

Umbuchung
Eine versicherte Umbuchung im Rahmen des Umbuchungsgebührenschutzes liegt dann vor, wenn eine Änderung von Reisetermin, Reiseziel, Reiseteilnehmer, Ort des Reiseantritts, der Unterkunft oder der Beförderungsart innerhalb der gebuchten Saison bis maximal 42 Tage vor Reiseantritt vorgenommen wird. Bei einer kurzfristigeren Umbuchung (kürzer als 42 Tage vor Reiseantritt) sind die Umbuchungsgebühren des Reiseveranstalters bei Eintritt eines versicherten Ereignisses bis max. zur Höhe der anfallenden Stornokosten im Rahmen der Reise-Rücktrittskosten-Versicherung versichert.

Rücktritt
Wird eine Reise vor Reiseantritt storniert oder nicht angetreten, so zählt dies als Reiserücktritt.

Schule bzw. Hochschule
Schulen sind alle Bildungseinrichtungen, die dazu geeignet sind, die gesetzliche Schulpflicht zu erfüllen sowie jene Bildungseinrichtungen, die zum Qualifizierten Hauptschulabschluss, zur Mittleren Reife, zur Allgemeinen Hochschulreife, zur Fachbezogenen Hochschulreife oder zu einem sonstigen nach den jeweiligen Landesgesetzen für schulische Bildung anerkannten Schulabschluss führen; alle Fachhochschulen und Universitäten, an denen ein akademischer Abschluss erworben werden kann; ausbildungsbegleitende Schulen (Berufsschulen) und Schulen, in welchen nach einer bestimmten Berufspraxis ein weiterer von den Industrie- und Handelskammern oder den Handwerkskammern anerkannter Titel (z. B. Meistertitel) erworben werden kann.

seismische Phänomene
Veränderliche, rückformbare (reversible) Deformation der Erde bzw. ihrer Gesteine und Gesteinsverbände durch z. B. Erdbeben, Seebeben etc.

Terror
Unter Terror versteht man die systematische Verbreitung von Angst und Schrecken durch Gewaltaktionen, besonders zur Erreichung z.B. politischer Ziele.

unverzüglich
Ohne schuldhaftes Zögern. Insbesondere nach Eintritt des Versicherungsfalls innerhalb der Reise-Rücktrittskosten-Versicherung ist unter Beachtung der jeweiligen Stornostaffel des Reiseveranstalters oder Leistungsträgers schnellstmöglich zu stornieren, um die Stornokosten niedrig zu halten (Schadenminderungspflicht).

versicherte Personen
Versicherte Personen sind die im Versicherungsschein/Reisebestätigung oder im Zahlungsbeleg namentlich genannten Personen oder der im Versicherungsschein/Reisebestätigung beschriebene Personenkreis.

Vorerkrankung
Unter einer Vorerkrankung versteht man eine Erkrankung, die schon zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bzw. der Versicherungsbuchung bestanden hat und der versicherten Person bekannt war. Hierzu zählen auch alle chronischen Krankheiten, aber auch solche Erkrankungen die schubförmig verlaufen wie z.B. Multiple Sklerose oder AIDS etc. sowie chronische psychische Erkrankungen.

Zeitwert
Der Zeitwert ist jener Betrag, der allgemein erforderlich ist, um neue Sachen gleicher Art und Güte anzuschaffen, abzüglich eines dem Zustand der versicherten Sache (Alter, Abnutzung, Gebrauch etc.) entsprechenden Betrages.

zumutbar
Eine Durchführung der Reise ist zumutbar, wenn nach objektiven Maßstäben die Durchführung aus der Sicht einer durchschnittlichen Person in der Situation des Reisenden akzeptabel, annehmbar, erträglich bzw. vertretbar oder ausführbar ist. Rein subjektive Sensibilitäten sind nicht zu berücksichtigen.